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Erkrath
Historische Fotos von der Ernte

Erkrath: Historische Fotos von der Ernte
Alfred Niek hat die Fotos thematisch geordnet und auf Tafeln aufgeklebt. Zu sehen sind neben der Ernte auch die Tiere, die früher auf den Bauernhöfen lebten. FOTO: dietrich janicki
Erkrath. Alfred Niek ist Baas der Ercroder Jonges und beschäftigt sich mit der Geschichte seiner Heimat. Vor allem die Landwirtschaft hat er erforscht. Nun zeigt er Fotos von der einstigen Produktion. Von Marita Jüngst

Alfred Niek gehört zu einer aussterbenden Generation. Als einer der Letzten erinnert sich der Baas der Ercroder Jonges noch gut an die vielen Bauernhöfe rund um Unterbach und Erkrath. Heute gibt es nur noch wenige, "und nur noch einen, der selbst bewirtschaftet wird", sagt Alfred Niek.

Er selbst ist umgeben von zwei Bauernhöfen an der Gerresheimer Landstraße aufgewachsen. Die Höfe sind längst Wohnhäusern gewichen. Geblieben ist das Haus von Alfred Niek, das seine Mutter 1945 gebaut hat. Versteckt zwischen all den modernen Etagenwohnungen mit Balkon scheint es ebenfalls mehr und mehr der Vergangenheit anzugehören.

Damit zumindest die Landwirtschaft in diesem Raum nicht in Vergessenheit gerät, hat Alfred Niek im vergangenen Jahr sein Buch "Unterbacher Bauernhöfe" in Zusammenarbeit mit den Ercroder Jonges herausgebracht. "Das Buch wird immer wieder nachgefragt", sagt der Autor. Und zwar so stark, dass die erste Auflage bereits vergriffen ist. Weitere Bücher kommen nun in den nächsten Tagen in den Handel. Das Besondere: Das knapp 200 Seiten starke Buch mit rund 300 Fotos von 41 ehemaligen Bauernhöfen wird nicht nur im Buchhandel angeboten, sondern auch in der Apotheke. Da gehe es besonders gut, sagt Niek. Und zwar weil dort viele ältere Menschen hingehen und gerade die interessieren sich ebenso wie Alfred Niek für ihre Heimat.

Alfred Niek hat allerdings darüber hinaus einen weiteren landwirtschaftlichen Schatz ausgegraben. Er erhielt 150 Fotos, die die ehemalige Produktion auf einem Bauernhof zeigen. Dazu gehörte nicht nur das Säen und Ernten, da ging es beim Schlachten eines Schweins auch mal handfest zur Sache. Für Alfred Niek zeigen die Bilder eine Landwirtschaft, die es heute eigentlich nicht mehr gibt und sind für ihn deshalb so wertvoll.

Niek hat die Fotos thematisch geordnet und auf große Tafeln aufgeklebt. Zu besonderen Anlässen nimmt er sie mit, beispielsweise zur letzten Wanderung der Ercroder Jonges, die auf einem Bauernhof endete. Dort konnten sich die Teilnehmer dann nicht nur den Hof anschauen, sondern eben auch die vielen Fotos. Demnächst sind die Fototafeln beim Bürgerfest zu sehen.

Wer glaubt, damit hätte Alfred Niek das Thema Landwirtschaft rund um Erkrath abgearbeitet, der irrt. Der Ercroder Jong hat bereits sein nächstes Projekt gestartet, das er ebenfalls in Buchform verarbeiten möchte. Diesmal geht es um Traktoren.

Quelle: RP
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