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Erkrath
Hochdahler sind genervt von Müll und Lärm

Erkrath. Bei der Hochdahler Stadtteilkonferenz im Bürgerhaus gab Bürgermeister Christoph Schultz vor rund 80 Bürgern einen Einblick in die Arbeit der Stadtverwaltung. Über den Sachstand aktueller Themen informierte er ausführlich. So sagte der Bürgermeister, dass der Nachholbedarf bei der Renovierung öffentlicher Gebäude enorm sei. Die Bausubstanz sei so schlecht, dass die Sanierung zu einer der Grundprobleme der Stadt geworden ist. Als Beispiel führte er die Stadthalle Erkrath, Turnhallen und Sportplätze an. Von Gundel Seibel

Er sprach über Flüchtlinge, ihre Unterbringung, den geplanten Feuerwehr-Neubau, das Hochdahler Grüne-Welle-Ampelkonzept und die Straßenbeleuchtung. Er versprach, dass der Glasfaserausbau bis zum Jahre 2025 abgeschlossen sei und dass das Bürgerbüro in Hochdahl ab Januar wieder besetzt werde. Mit einem sechsstelligen Betrag sei die Renovierung des Planetariums im Hochdahler Bürgerhaus im Haushalt berücksichtigt. Dass der Schulentwicklungsplan nicht verändert werde, war ja wohl auch schon bekannt. Der Bürgermeister meinte dazu, "dass man den Eltern eine Veränderung nicht zumuten wolle". Bei Bedarf können die Gesamtschulen im Umkreis besucht werden.

Natürlich geben die Erkrather viel Geld für mehr Sachmittel an Schulen und Kitas aus und mehr Personal solle auch eingestellt werden. Und Christoph Schultz ermunterte die Hochdahler, die Angebote des besonderen Planetariums auch zu nutzen. Aber irgendwie schienen einige Besucher der Stadtteilkonferenz das alles nicht wissen zu wollen. Sie waren gekommen, um sich zu beschweren - über den Müll, über den Lärm, über unzureichende Grünrückschnitte. Einig waren sich zum Beispiel Dora Tiefenbach, Adelheit Heptner und Meinhard Sucker, dass die Sauberkeit in Hochdahl mangelhaft ist. Und dabei sprachen sie nicht nur über öffentliche Räume, sondern vor allem auch über die Hochdahler S-Bahn-Station und ihre Umgebung, über Schulhöfe, Kitas und über chaotische Zustände nach Sperrmüll-Terminen.

Andere Besucher beschwerten sich über Ruhestörung durch Jugendliche im Bereich des Stadtweihers. "Aber wo sollen die denn hingehen?", fragte ein Besucher. Um die Präsenz der Hochdahler Polizeidienststelle machte sich Gabriele Gincel-Reinhardt Sorgen. Dazu der Bürgermeister: "Sie bleibt bestehen, jedoch mit weniger Personal." Es werde keine Präsenzwache mehr sein, habe der Landrat mitgeteilt. Irgendwann meldete sich eine Stimme zu Wort: "Immer nur meckern hat noch keinen weitergebracht". Die Anwesenden applaudierten.

Jedenfalls versprach der Bürgermeister, dass der Hochdahler Weiher restauriert und nicht, wie befürchtet wurde, zugeschüttet werde. "Das wird aber auch höchste Zeit", meinte Dora Tiefenbach.

Der Bürgermeister stellte seine Mitarbeiterin Julia Wallborn vor, die unter der Telefonnummer 0211-2407-3333 zu erreichen ist und Anregungen und Beschwerden aufnimmt. Jetzt ist sie allerdings erst einmal in Urlaub.

Quelle: RP
 
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