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Erkrath
Im Fleischland werden Steaks mit Luft und Salz getrocknet

Erkrath. Das älteste Verfahren der Fleischreifung ist einfach das beste, meint Gerhard Fritz, Geschäftsführer der gestern wiedereröffneten Großmetzgerei "Fleischland Hilker" an der Max-Planck-Straße 3. Für sein "mit viel Liebe zum Detail" gestaltetes Geschäft hat er diese Form der Reifung für die Kundschaft nachvollziehbar in Szene gesetzt, in Form einer gläsernen Reifekammer mit Salzsteinwand. Bei einem Grad Celsius und Himalayasalz-Luft verliert das Fleisch langsam an Gewicht und entwickelt mehr Aroma.

"Es hat dann einen herrlich nussigen Geschmack", schwärmt Fritz. Und weil der reisefreudige Koch, Metzgermeister und Kaufmann jedermann an solchen Dry-Aged-Genüssen teilhaben lassen will, hält er "die Preise klein", wie er sagt, achtet aber auf Qualität. Abgesehen von luftdicht verpacktem Rindfleisch aus Südamerika bezieht er seine Ware aus der Region, derzeit aus der Eifel. Es gibt außerdem eine Kühltheke mit Lamm, Huhn, Ente und Gans, aber auch mit Fisch und Meeresfrüchten. Für seine "Wohlfühl-Metzgerei" hat Fritz auf weiße Kacheln verzichtet und gedeckte Farben und warmes Licht gewählt.

Das Geschäft hat auch Platz für Veranstaltungen, etwa ein Mini-Showkochen oder eine Dry-Aged-Verköstigung. Auch frisch zubereitete Burger soll es geben. Wer das zweigeteilte "Fleischland" betritt, bekommt vorne auch bei Metzgermeister Peter Krauß Snacks und gut Bürgerliches: Eintöpfe, Suppen, Sauerkraut und ein mit Bier gegartes Kutschergulasch.

Quelle: RP
 
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