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Erkrath
Isabell Varell begeistert im Rosenhof

Erkrath. "Da geht noch was" ist nicht nur ein Lied, sondern das Motto der Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin Isabel Varell, die jetzt zu Gast im Rosenhof war. Mit einer musikalischen Lesung stellte sie dort ihre neue Autobiografie "Mittlere Reife" vor und erzählte sehr offen aus ihrem bewegten Leben. Am Klavier begleitet wurde sie von Christian Heckelsmüller.

Eine schwere Kindheit habe sie gehabt, als Scheidungskind und schulischer Problemfall, erzählte Varell. Ihre Mutter habe sie geschlagen und ihr eingetrichtert, dass alle Männer Schweine seien. "Es braucht fast ein ganzes Leben, um diese Gehirnwäsche wieder loszuwerden", sagte Varell. Doch heute weiß sie es besser und ist in zweiter Ehe glücklich verheiratet mit Pit Weyrich, der sie schon bei ihrer ersten Hochzeit mit Drafi Deutscher als Braut entführt hatte. In der Gosse ist sie keinesfalls gelandet, wie es ihr die Mutter wegen miserabler Noten prophezeit hatte. Zwar ist sie einmal von der Schule geflogen, weil sie eine Toilette in Brand gesetzt hatte, doch da hatte sie bereits die Musik für sich entdeckt. Ihr Stiefvater schenkte ihr eine Gitarre und mit 13 nahm sie erstmals an einem Nachwuchswettbewerb teil. "Als ich auf der Bühne stand, ist mir fast schwarz vor Augen geworden" erinnert sich Varell. Doch so schwer es auch war: Das ist ihr Ding, wusste sie. Sie lernte Hape Kerkeling und Drafi Deutscher kennen, hatte ihren ersten Plattenvertrag und trat im TV auf. Als sie Deutscher später wiedertraf, verliebten sie sich und heirateten, nachdem er versprochen hatte, für mit dem Kokain aufzuhören. Das hielt nicht lange. Sie bekam die Hauptrolle in der ARD-Soap "Rote Rosen" und nahm am RTL-Dschungelcamp teil, weil sie sich davon mehr Aufmerksamkeit für ihre Arbeit versprach. Heute ist sie leidenschaftliche Läuferin und hat schon acht Marathons beendet.

(tpp)
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