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Erkrath
Jazzsommer: Jacky Müller freut sich auf runden Geburtstag

Erkrath. Mit dem Auftritt der "LOKschuppen Allstars" ist am Sonntag der 19. Jazz Sommer zu Ende gegangen. Noch einmal vier Stunden swingenden New Orleans-Jazz, wie schon an den beiden Sonntagen zuvor - so, wie es seit fast 20 Jahren Tradition ist in Erkrath. Von Thomas Peter

Nach der "New Orleans Jazz Band of Cologne" und der "Dusty Lane Jazzband" bildete die Formation den Abschluss, mit der 1998 alles angefangen hatte. Damals gründete Jakob "Jacky" Müller mit dem heutigen Landrat Thomas Hendele den Jazz Sommer und seine eigene Gruppe. Mit seinen sechs Mitstreitern tritt der ehemalige Musikschul- leiter sonst unter dem Namen "Jacky's Jazz Band" bei Hochzeiten und Geburtstagsfeiern auf.

Seit den Anfängen ist Jacky Müller als künstlerischer Leiter für die Durchführung des Jazz Sommers im Hochdahler Lokschuppen verantwortlich. Aber er lässt es sich auch nicht nehmen, selbst mitzumischen. "Wenn ich Trompete spiele, hab ich immer gute Laune", sagt er.

Gute Laune hatten auch die Gäste, die es sich an den Bierbänken im Gebäude und unter dem alten Bahnsteig-Dach gemütlich machten. Bei vier Stunden Spielzeit konnte man sich seine Zeit sehr frei einteilen. Man kam später oder ging früher, konzentrierte sich auf die Musik oder feierte bei Wein, Bier und Gegrilltem. "Ja, es ist nicht nur ein Konzert, sondern ein kleines Volksfest" bestätigte Lydia Winnik vom Kulturamt.

Deshalb gab es auch keinen Free-Jazz, sondern Klassiker der New Orleanser Spielart. Das erste und letzte Stück war z "When you're smiling" von Duke Ellington, andere bekanntere Stücke nennen sich "Summertime", "Mack the Knife" oder "What a wonderful World" von Louis Armstrong. "Ich war oft in New Orleans. Hochdahl ist ein bisschen wie New Orleans, fehlt nur der Mississippi" fand Jacky Müller und meinte damit eher nur den Lokschuppen. Dass die Musikszene in Erkrath ansonsten nicht sehr ausgeprägt ist, begründete er mit der Nähe zu Düsseldorf. Müller zeigte sich zuversichtlich, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr in ihre 20. Runde gehen wird. Dass die Architektur des Lokschuppens nicht die beste Akustik erzeugt, stört die meisten Beteiligten nicht. Die fehlende Klangfülle macht die historische Stätte durch Tradition und Ambiente wieder wett. Für Sängerin Delyara Fechter war es wohl ein einmaliges Gastspiel. Die Dozentin der Essener Folkwang-Musikschule sprang kurzfristig für Pia Maria ein, die wegen eines Trauerfalls absagen musste. Fechter erhielt wie alle Solisten viel Szenenapplaus. Mit der Resonanz von insgesamt 1189 Gästen. waren die Verantwortlichen zufrieden.

Quelle: RP
 
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