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Erkrath
Juroren haben hohe Ansprüche

Erkrath: Juroren haben hohe Ansprüche
43 Künstler hatten fast 200 Werke eingereicht. Die besten Werke sind nun in der Ausstellung zu FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Für die LoKart vom 18. bis zum 21. November wurden jetzt die Teilnehmer ausgewählt. Von Thomas Peter

Vom 18. Bis zum 21. November findet im Lokschuppen die der "LOKart" statt. Die LOKart ist die renommierteste Kunstausstellung Erkraths und existiert seit 21 Jahren. Künstler und Kunstwerke werden in einem strengen Juryverfahren ausgewählt. Dazu hat sich die fünfköpfige Jury im Bürgerhaus Hochdahl getroffen und die eingereichten Exponate auf fachliche Qualität und künstlerische Aussagekraft geprüft.

Die Jurierung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur knapp zehn Minuten hatte die RP Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen, bevor die Mitarbeiterin der Stadt zum Gehen drängte. Den größten Anteil machten Gemälde in Öl oder Acryl auf Leinwand aus. Die Bandbreite reichte von abstrakten Farbschattierungen über stilisierte Landschaftsszenen bis zu gegenständlichen Motiven wie einem Kleinkind oder einer Vogelmütter mit Küken. Über die Malerei hinaus waren auch viele Collagen, Mosaike und Fotografien vertreten. Vereinzelte Skulpturen und Baupläne für Raum-Installationen rundeten das Spektrum ab.

Insgesamt hatten 43 Künstler rund 200 Werke eingereicht, von denen es 21 Künstler mit 47 Werken in die Ausstellung schafften. Jeder Juror hatte dabei sein Fachgebiet wie die Fotografie oder Plastik. Zusammen wollten sie darauf achten, dass am Ende "gelungene Ausstellung" mit einer ausgewogenen Mischung dabei herauskäme. Unter den erfolgreichen Künstlern sind einige bekannte Namen wie Herbert Marschlich, Henriette Mittelviefhaus oder Irmgard Hamacher, aber auch neun komplette Neueinsteiger hatten sich beworben. Kunstinteressierte können sich bei der Vernissage am 18. November selbst ein Bild machen und ihren Publikums-Favoriten küren.

Zuletzt war Juror Uwe Dreyer, Fotokünstler aus Essen, wenig zufrieden mit dem Verlauf der Vernissagen. "Das Publikum war unter aller Sau. Während Frau Küppersbusch die Bilder erklärte, unterhielten sich die Gäste laut über Quarkspeisen, Weinsorten und das Wetter" schimpft er. "Wir haben sogar in einem Jahr mal überlegt, gar keine Rede mehr zu halten", fügt Ute Küppersbusch, Vorsitzende des Bergischen Künstlerbundes, hinzu. Verwunderlich, da doch Besucher von Kunstausstellungen vorher genau wissen, worauf sie sich einlassen.

Die LOKart ist eine Veranstaltung der Stadt mit Unterstützung der Kreissparkasse und des Fördervereins neanderland Kultur. Zugelassen sind Künstler, die in Erkrath wohnen, arbeiten oder ihr Atelier haben. Die Vernissage beginnt am 18. November um 19 Uhr, die Ausstellung ist am Sa./So. von 10 bis 20 Uhr geöffnet, am Montag bis 16 Uhr.

Quelle: RP
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