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Erkrath
Knatsch beim Hoppeditz-Erwachen

Erkrath: Knatsch beim Hoppeditz-Erwachen
Der Hoppeditz kam mit dem pinkfarbenen Fahrzeug der Feuerwehr zum Kurhaus. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Erkrath. Die beiden Karnevalsgesellschaften eröffneten gestern getrennt die neue Session. Es gibt Differenzen. Von Nicole Marschall

Das Hoppeditz-Erwachen läutet die Karnevalssession ein. Normalerweise. In Erkrath wurde der Sesssionsauftakt mit zwei getrennten Feiern der beiden Karnevalsgesellschaften begangen.

Um 16.11 Uhr sind die Karnevalisten der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft gestern vor der Gaststube Am Markt in ihre jecke Jubiläumssession gestartet. Den Auftakt zu ihrem zweimal elf Jahre währenden Bestehen feierten sie jedoch ohne das traditionelle Erwachen des Hoppeditzes. Der fuhr eine Stunde später mit dem pinken Löschfahrzeug der Feuerwehr vor dem Kurhaus vor, wo die KG Die Letzten Hänger mit zahlreichen Bürgern sein Erwachen zelebrierte.

Die kleinen Hoppedötze der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft enthüllten das diesjährige Sessions-Motto. FOTO: Achim Blazy

"Ich bin aus der Großen KG ausgetreten und Herr Wolffram erkennt mich nicht als Hoppeditz an", fasst Hoppeditz Wolfgang Scheurer das Dilemma in knappe Worte. "Vereinsinterne Differenzen" hatten ihn bewogen, die Große Erkrather Karnevalsgesellschaft zu verlassen. Was genau vorgefallen ist - darüber schweigen sich sowohl Scheurer als auch Udo Wolffram, Präsident und 1. Vorsitzender der Großen KG, aus. "Ich möchte in der Öffentlichkeit keine schmutzige Wäsche waschen", so Wolffram, "aber wir sind über die Situation auch sehr unglücklich, hätten es auch gerne anders gehabt. Nur leider sind keinerlei Gespräche zwischen den Vereinen der Großen Erkrather KG und den Letzten Hänger zustande gekommen."

Die Gespräche, die er anspricht, beziehen sich auf den Einsatz des Hoppeditzes. Zumindest lassen Gabi Bunks Erklärungen darauf schließen. Wie die Präsidentin und Vorsitzende der Letzten Hänger erzählt, war ihr Verein von Wolffram gebeten worden, Scheurer als Hoppeditz abzusetzen und gemeinsam einen neuen Hoppeditz zu benennen. "Das war für uns befremdlich, da wir mit Wolfgang Scheurer keine Probleme haben und ein Hoppeditz nicht so ohne Weiteres abgesetzt wird, nur weil 'die Nase' dem einen oder anderen nicht passt", so Bunk.

"Wir waren eigentlich froh, dass seit unserer Entscheidung 2011 (nach Rücktritt unseres Ehrenpräsidenten Richard Voges als Hoppeditz), Scheurer als einzigen Hoppeditz für Erkrath anzuerkennen, Ruhe eingekehrt war", erzählt sie und erinnert an damalige Schlagzeilen, die unter anderem titelten: "Die Jecken streiten nicht mehr". All zu lange hielt die harmonische Zeit leider nicht an.

Um einem "Eklat zuvor zu kommen" - so Bunk -, hatten die Letzten Hänger dieses Jahr dann die Organisation des Hoppeditz-Erwachens übernommen. Die Große Erkrather lehnte eine Teilnahme ab und so wurde dann eben getrennt gefeiert: Die Große KG ließ ihre Kindertanzgruppe Hoppedötze mit roten Pappnasen erwachen.

Quelle: RP
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