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Erkrath
Kunden verzichten für guten Zweck aufs Wechselgeld

Erkrath. Der Verein "Erkrath blüht" freut sich über 680 Euro. Über die Weihnachtstage sind die Kunden bekanntermaßen besonders spendenfreudig. Das weiß auch Sara Willwerth, Inhaberin der Buchhandlung Weber, die vor gut vier Jahren die Aufrundungsaktion ins Leben gerufen hat. Ein halbes Jahr können die Kunden ihrer Buchhandlung jeweils für eine bestimmte gemeinnützige Organisation spenden bzw. zugunsten dieser auf ihr Wechselgeld verzichten.

"Viele reden ja davon, die Centstücke abzuschaffen", sagt sie - und hält von dieser Idee gar nichts, denn Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist und der kommt bei ihr dem guten Zweck zugute. Dank der Aktion kann "Erkrath blüht" nun eine Bank anschaffen, die auf dem Hochdahler Markt aufgestellt werden soll.

In den nächsten sechs Monaten wird für nun die Mettmanner Außenstelle des Weissen Rings gesammelt. 14 ehrenamtliche Mitarbeiter stehen dort Menschen zur Seite, die Opfer von Straftaten geworden sind. Sie unterstützen die Opfer bei der mentalen Bewältigung der Tat, zeigen ihnen rechtliche Möglichkeiten auf und begleiten die Betroffenen bei Bedarf zu Anwälten und Psychotherapeuten oder auch zum Gericht.

"Die Öffentlichkeit interessiert sich meist mehr für die Tat, die Täter und die Hintergründe, selten aber für die Opfer", weiß Horst Keilpflug, der seit 2007 für den Weissen Ring tätig ist. 2015 hat er selbst neun Fälle betreut. Kreisweit standen er und seine Kollegen in fast 120 Fällen - vom Einbruch bis zum Gewaltverbrechen - den Opfern zur Seite. "Das Wichtigste dabei ist", sagt er, "den Menschen zuzuhören und ihnen die Möglichkeit zu geben, über die Tat zu sprechen".

(nm)
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