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Erkrath
Legehennen in Thekhaus ausgebremst

Erkrath: Legehennen in Thekhaus ausgebremst
Der Bebauungsplan legt für das Areal zwischen Hauptstraße und Neandertal "extensive landschaftliche Nutzung" (Weide) fest. Die Größe der erlaubten Bebauung wird so eingeschränkt, dass Massentierhaltung unrentabel wird. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr beschließt Bebauungsplan für Klein Thekhaus. Landes-Datenschützer: Die Überwachungskameras am Neuenhausplatz sind nur Attrappen. Von Thomas Peter

Die jüngste Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr (PlUV) ist rekordverdächtig kurz ausgefallen. Nach knapp 20 Minuten war der öffentliche Teil schon vorbei. Das lag zum einen an der sehr übersichtlichen Tagesordnung, zum anderen aber auch daran, dass die Mitglieder offenbar wenig Interesse an Nachfragen oder Diskussionen hatten. Dazu waren die Themen schon zu oft behandelt worden.

Bebauungsplan Klein Thekhaus Der Ausschuss beschließt einstimmig, den Bebauungsplan-Entwurf vom 31. August öffentlich auszulegen. Hintergrund: 2013 hatte ein Unternehmer einen Bauantrag gestellt, um auf dem Areal zwischen Hauptstraße und Neandertal eine Anlage zur Haltung von 10.000 Legehennen zu errichten. Unverzüglich wurde damals eine Veränderungssperre beschlossen, um den Antrag abweisen zu können.

Der Bebauungsplan H 49 soll in Zukunft dafür sorgen, dass Klein Thekhaus faktisch in seinem derzeitigen Bestand gesichert ist. Er sieht vor, dass das Grundstück zur extensiven landschaftlichen Nutzung (Weide) bestimmt ist und schränkt die Größe der erlaubten Bebauung so ein, dass unerwünschte Massentierhaltung und Ähnliches unrentabel wird. Klein Thekhaus stellt die Verbindung zwischen Wohnbebauung und Neandertal her und ist aus landschaftlicher und touristischer Sicht schützenswert.

Überwachungskameras Die BmU hatte im Vorfeld eine Anfrage gestellt, weil sich Bürger über die Überwachungskameras am Neuenhausplatz beschwert haben. Fachbereichsleiter Carsten Döhr hatte daraufhin den Landesbeauftragten für Datenschutz kontaktiert und als Antwort erhalten, dass es sich bei den Kameras um Attrappen handele. Die Datenschutzgesetze seien deshalb hier nicht anwendbar und überhaupt sei das nicht seine Zuständigkeit. Wenn sich die Bürger von den Attrappen gestört fühlten, sollten sie zivilrechtlich dagegen vorgehen.

Gehweg Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs vermeldete, dass der Auftrag zum Bau eines Geh- und Radwegs an der L 403 erteilt worden sei. Die Bauarbeiten begännen am 5. Oktober und sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Je nach Witterung könne es aber auch länger dauern.

Baumfällungen Das Tiefbauamt hat eine Liste mit Bäumen, die aus Gründen der Verkehrssicherung entfernt oder beschnitten werden müssen, zusammengestellt. Demnach sollen 26 Bäume im Stadtgebiet gefällt werden, an weiteren 259 muss Totholz entfernt werden. Um Mitgliedern des Umweltausschusses mehr Zeit zu geben, die Bäume persönlich in Augenschein zu nehmen, wurde die Abstimmung auf die nächste Sitzung am 27. Oktober vertagt.

Zwei Bäume müssen jedoch schon in den nächsten Tagen gefällt werden. Es handelt sich um eine Pappel und eine Esche an der Sedentaler Straße, von der bereits ein Ast auf ein Auto gefallen sei.

Quelle: RP
 
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