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Erkrath
Madrigalchor-Konzert wärmt in frostigen Zeiten

Erkrath: Madrigalchor-Konzert wärmt in frostigen Zeiten
In der gut gefüllten Neanderkirche wurde das Publikum einfühlsam und stimmgewaltig auf Weihnachten eingestimmt. FOTO: olaf staschik
Erkrath. Wie Weihnachten gehört das "Weihnachtliche Konzert" des Madrigalchors Millrath zum Advent in der Hochdahler Neanderkirche. Entsprechend groß war die Nachfrage nach Eintrittskarten. Dass trotzdem (wenige) Plätze in der Kirche unbesetzt blieben, war dem Schneechaos am zweiten Adventssonntag geschuldet. Trotzdem hatten die meisten Besucher den beschwerlichen Weg geschafft, sogar Günter Duwe, der ehemalige Vorsitzende, im Rollstuhl. Von Gundel Seibel

Friedel Michel, der freundlich moderierende Madrigalchor-Vorsitzende, konnte bei seiner Begrüßung stolz berichten, dass sich der Chor jetzt Leistungschor nennen darf, nachdem er den entsprechenden Wettbewerb erfolgreich abgeschlossen hat. Endsprechend stimmgewaltig, nuancenreich und exakt war der Vortrag der Weihnachts- und Adventslieder mit Kompositionen aus aller Welt. Der Chordirigent Carlos Reigadas, dem die hohe Qualifikation des Chors zu verdanken ist, hat selbst ein Lied komponiert. "Infant holy" trugen die Männerstimmen vor, einfühlsam und eindrucksvoll. Auch die Frauen sangen ihr eigenes Stück mit "Angel's Carol" von John Rutter, engelsgleich - wie der Vorsitzende bemerkte. Die hohe musikalische Qualität dieses Chors äußert sich auch in den Instrumentalvorträgen aus den eigenen Reihen. So spielten Florian Don-Schauen (Querflöte) und Claudia Michel (Klavier) das Bach'sche Air - zum Träumen schön. Eine besondere Programm-Attraktion waren die mittelalterlichen Instrumentalhörner, genannt Gämshörner, die im Quartett von Florian Don-Schauen, Elke Hanisch, Claudia Michel und Bettina Witzel gespielt wurden. Mit wunderbar weichem Klang wurden damit die alten Weihnachtslieder gespielt. Ein Quintett aus Fagott (Rüdiger Lange), Oboe (Waltraut Zoppke), Eva-Maria Lange (Violine), Klavier (Claudia Michel) und Querflöte (Florian Don-Schauen) verlieh dem Konzert eine besonders festliche Atmosphäre. Die Fünf spielten Allegro und Allegro-assai aus dem Quintett D-Dur von Johann Christoph Bach, dem sogenannte "Londoner Bach". Am Ende des Konzerts "konnte" der Chor auch Gospel. Mit großem Temperament sangen sie "Shout for joy to the Lord" und "Celtic Advent Carol".

Auch die Zugabe war ein Gospel. Mit dem Welthit "This is the light of mine" verabschiedete der Chor die begeisterten Zuhörer. Magdlen Herda singt seit 26 Jahren begeistert mit. Vier Chorleiter hat sie erlebt. "In Carlos Reigadas haben wir einen ganz besonderen ", schwärmt sie.

Quelle: RP
 
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