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Erkrath/Haan
Mit Mitleidsmasche Geld von Passanten ergaunert

Erkrath/Haan. Mann in Wuppertal festgenommen. Taten sind auch in Erkrath und Haan verübt worden.

Zeugen haben einen 46-jährigen Wuppertaler identifiziert, der mehr als 20 Trickdiebstähle in Erkrath, Haan und Wuppertal verübt haben soll.

Die Masche war laut Polizei immer gleich: Jedes Mal behauptete der Mann gegenüber Passanten, sich als gerade erst neu hinzugezogener Bürger in der Nachbarschaft aus seiner Wohnung ausgesperrt zu haben. Für einen beauftragten Schlüsseldienst benötigte der Betrüger, der natürlich sein Geld in seiner verschlossenen Wohnung zurückgelassen hatte, deshalb als Vorauskasse angeblich sofort einen Bargeldbetrag zwischen 65 und 150 Euro. Immer versprach der angeblich Hilfe suchende und dabei äußerst freundlich und seriös wirkende Mann, dass er das Geld natürlich sehr zeitnah zurückzahlen würde, sobald er nur wieder in seine Wohnung gelangt sei. Tatsächlich verschwand der Trickbetrüger aber sofort spurlos, wenn ihm tatsächlich Geld ausgehändigt worden war. Besonders ältere Mitbürger versuchte er zu täuschen.

Im Zeitraum vom 9. bis 26. November 2015 wurden allein in Erkrath 15 Strafanzeigen mit nahezu identischer Tat- und Täterbeschreibung erstattet. Hinzu kam mindestens die eine aus Haan gemeldete Tat.

Auffallend war, dass alle Tatorte in der Nähe von S-Bahnhöfen lagen.

In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei in Wuppertal gelang jetzt die Identifizierung des Trickdiebes, der für die Taten in Erkrath und Haan verantwortlich sein dürfte. Auch in Wuppertal war dieser Trickdieb mehrfach mit gleicher Masche aufgetreten und konnte aufgrund guter Zeugenhinweise am 14. Dezember im Wuppertaler Zooviertel, nahe des S-Bahnhofes in Vohwinkel, angetroffen und festgenommen werden.

Der 46-jährige Wuppertaler ist polizeibekannt und einschlägig vorbestraft. Seine Beschreibung ist nicht nur auffallend identisch mit den aus Erkrath und Haan vorliegenden Täterbeschreibungen. Vielmehr wurde der Beschuldigte zwischenzeitlich auch schon von fünf Geschädigten eindeutig als Täter identifiziert.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen den 46-jährigen Straftäter dauern an. Über den weiteren Fortgang des eingeleiteten Strafverfahrens gegen den zur Zeit arbeitslosen Wuppertaler entscheiden demnächst Staatsanwaltschaft und Gericht.

(cz)
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