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Erkrath
Modische Kleidung zu kleinen Preisen

Erkrath: Modische Kleidung zu kleinen Preisen
Die Schnäppchenjäger nutzen das große Angebot im Lokschuppen. Die Händler trennen sich von einem Teil ihrer Kleidung. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. "Von Frau für Frau" folgt dem in der Modebranche üblichen Frühjahr-Herbst-Zyklus und findet zweimal im Jahr statt. Aussteller müssen sich bewerben und erklären, welche Marken sie verkaufen wollen. Von Thomas Peter

"Es macht unheimlich viel Spaß, unter Frauen zu sein und sich auszutauschen" sagt Kornelia Kaffka. Beim gestrigen Textil- und Accessoires-Markt "Von Frau für Frau" im Lokschuppen war sie nicht zum ersten Mal als Ausstellerin dabei. "Viele haben hier einen Stammplatz, und es sind auch schon Freundschaften entstanden". Zum zwölften Mal fand der Markt bereits statt, den Vera Slangen 2009 als Gegengewicht zu den üblichen Trödelmärkten etabliert hatte. "Wir wollten vom Begriff 'Trödel' weg. Wir verkaufen hier nur hochwertige Garderobe", erklärt die Organisatorin, die auch selbst einen Stand betreibt. "Von Frau für Frau" folgt dem in der Modebranche üblichen Frühjahr-Herbst-Zyklus und findet zweimal im Jahr statt. Aussteller müssen sich bewerben und schriftlich erklären, welche Marken sie verkaufen wollen. Das höhere Niveau im Vergleich zu sonstigen Trödelmärkten bleibt so gewahrt.

"Frauen kaufen einfach zu viel Kleidung", gesteht Kornelia Kaffka mit einem Augenzwinkern. Wenn der Schrank zu klein wird, müsse eben ein Teil wieder raus. Der Textilmarkt im Lokschuppen ist für sie die ideale Gelegenheit, das Zuviel an Klamotten sinnvoll loszuwerden und mit den Erlösen wiederum selbst im Angebot der Kolleginnen zu stöbern. "Manchmal wird auch untereinander getauscht", verrät die Hobby-Händlerin. Zusammen mit ihren Freundinnen Karin Ossenbühl und Gabi Pynappel, die ihre Stände gleich nebenan haben, hat sie beim Textilmarkt immer eine gute Zeit. Aber die Aussteller bleiben natürlich nicht unter sich, "Von Frau für Frau" ist auch bei der Laufkundschaft sehr beliebt. Vera Slangen zeigte sich zufrieden mit dem Publikumsaufkommen am Sonntag, auch wenn es während der Mittagszeit etwas weniger wurde. Wer länger stöbern wollte, konnte über Mittag in "Hopmanns Olive" nebenan vornehm speisen oder sich einfach einen Kuchen im "Zugcafé" holen. Neuerding wird der Kuchen, den jede Ausstellerin als Spende mitbringt, nicht mehr in der Halle, sondern in einem restaurierten Eisenbahnwagen vor der Tür verkauft. So ist im Lokschuppen selber mehr Platz, und die Zahl der Aussteller erhöhte sich von 20 auf 27. Es gibt bekleidungsmäßig wirklich nichts, was es nicht gibt, von Pullovern, Blusen und Hosen über Mäntel, Schals und Taschen bis hin zu Schuhen und Stiefeln. Und das in allen Größen, wie Vera Slangen betont. Zusätzlich bieten einige Händler selbstgefertigtes und gesammeltes Schmuckhandwerk an. Barbara Schulte bastelt hobbymäßig Ketten und Armbänder aus Halbedelsteinen, Koralle oder Kunststoff und bietet sie auf drei bis vier Märkten im Jahr an. "Die Preise sind sehr günstig, ich mache auch keinen Gewinn damit" sagt sie.

Vera Slangen ist selbst Mitglied im Eisenbahn- und Heimatverein Erkrath-Hochdahl, was den Lokschuppen als Veranstaltungsort natürlich nahelegte. Die Standmieten, die die Aussteller zahlen, gehen an den Verein, der damit seine kostenintensiven Arbeiten finanziert. Aktuell werden drei Eisenbahnwaggons restauriert und der Café-Wagen soll auch auf der Rückseite noch einen Anstrich in "Mitropa"-Rot erhalten. Neben dem Textilmarkt sollen auch weiterhin der Weihnachtsmarkt, der Jazzsommer und die LOKart-Kunstausstellung im Lokschuppen stattfinden.

Quelle: RP
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