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Erkrath
Pfarrer feiert Geburtstag für Kinder

Erkrath. Zu seinem 60. hofft Pfarrer Günter Ernst auf Spenden für Haiti. Von Gundel Seibel

Ein Freundschaftsfest mit und für die Partnergemeinde Cesselesse in Haiti plant die katholische Kirche St. Johannes der Täufer Erkrath und St. Mariä Himmelfahrt Unterbach anlässlich des 60. Geburtstages von Pfarrer Günter Ernst am 13. Juni rund um die Erkrather Kirche. Sensation und Attraktion dieses Gemeindefestes ist der Besuch von vier haitianischen Gästen, die sich auf Einladung des Freundeskreises Haiti eine Woche lang in Erkrath aufhalten werden.

Angeführt wird die kleine Delegation aus Cesselesse nahe der Hauptstadt Port au Prince von Pfarrer und Monfortanerpater Dr. Syriaque Ciné. Außerdem kommen Micheline-Blass-Baptiste, die Architektin des dortigen Kindergartens sowie die Kindergärtnerin Marie Maud Jean Pierre und die Lehrerin Gladie Jussome. "Es ist uns wichtig, dass die Erkrather Gemeinde unsere Freunde und Ansprechpartner aus Haiti kennenlernt", sagt Cäcilie Meves vom Freundeskreis Haiti.

Denn schließlich haben die Erkrather in den vergangenen Jahren fast 150 000 Euro für das Entwicklungsprojekt in Cesselesse gespendet. Und sehr gut angelegt sei das Geld, fährt Theo Meyer, ebenfalls Mitglied des Freundeskreises, fort. In den vergangenen drei Jahren sind Meves und Meyer mehrmals auf eigene Kosten nach Haiti gereist, um das vorbildliche Kinder-Förderprogramm zu begleiten. Entstanden ist ein Kindergarten für 23 Kinder.

Ziel ist die Aufstockung auf 60 Kinder sowie ein zusätzlicher Schulunterricht nach dem Kindergarten. Dieses ehrgeizige Ziel ist jedoch nur erreichbar, wenn die guten Kontakte zwischen den Gemeinden fortgeführt und weiter vertieft werden, sind sich die Mitglieder des Freundeskreises einig. Der runde Geburtstag von Pfarrer Ernst, der sich aus diesem Anlass Geldgeschenke für das Projekt Haiti wünscht, sei ein willkommener Anlass, die enge Verbundenheit mit den karibischen Freunden zu dokumentieren, sagen Pfarrer und Freundeskreis.

Die beinahe dramatische Vorbereitung zur Beschaffung der Visa für die vier Personen lag hauptsächlich in den Händen von Cäcilie Meves. Monatelang wurden endlos viele Dokumente beschafft und befördert, Geld in die Hände genommen, Flug- und Bahntickets besorgt. In diesen Tagen reist die Gruppe in die benachbarte Dominikanische Republik, um bei der Deutschen Botschaft in Santo Domingo die Visa-Unterlagen in Empfang zu nehmen, denn in Haiti gibt es bisher keine Deutsche Botschaft. Allein diese Reise ins Nachbarland dauert hin und zurück etwa eine Woche.

Natürlich werden die Besucher in der Gemeinde hier privat untergebracht, bei Pfarrer Ernst, bei Familie Meves in Unterfeldhaus und bei Familie Mühlemeier-Osthoff in Unterbach. Ein umfangreiches Besuchsprogramm in der Gemeinde sowie bei Hilfsorganisationen in Aachen und Essen sowie Besichtigungen in Köln stehen auf dem Programm. Auch der Erkrather Bürgermeister empfängt die haitianische Delegation.

Quelle: RP
 
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