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Erkrath
Plätze im Offenen Ganztag fehlen

Erkrath: Plätze im Offenen Ganztag fehlen
Leiterin Margret Michels freut sich, wenn der Offene Ganztag in der Grundschule Millrath im kommenden Jahr erweitert wird. FOTO: D. Janicki
Erkrath. Die Grundschule Millrath wird für das kommende Schuljahr ihre Plätze in der Offenen Ganztagsschule auf 150 aufstocken. Auch in den anderen Erkrather Grundschulen wird es eng. Es gibt Wartelisten. Von Marita Jüngst

Die Betreuung der Grundschulkinder nach dem Ende des Unterrichts wird für viele Erkrather Eltern immer wichtiger. Schon jetzt gibt es Wartelisten für die sogenannte "Offene Ganztagsschule" (OGS), die das Mittagessen mit einschließt. Auch im Offenen Ganztag der Grundschule Millrath ist es zu eng geworden. Aus diesem Grund hat Schulleiterin Ulla Winz eine Erweiterung um eine halbe Gruppe beantragt, die zum Schuljahr 2016/2017 starten soll. Dafür gab es jetzt grünes Licht im Ausschuss für Sport und Schule.

Im laufenden Schuljahr belegen derzeit 137 Kinder einen Platz im Offenen Ganztag, sechs weitere stehen auf der Warteliste. Mit dem nun beschlossenen Ausbau können im nächsten Schuljahr 150 Kinder den Offenen Ganztag besuchen. Zeitgleich wird auch eine weitere Mensa gebaut. Platz für die Ausbaupläne entsteht durch eine Verringerung der Klassen an der Grundschule Millrath von neun auf acht. Dadurch wird ein Klassenraum frei, den dann eine OGS-Gruppe belegen wird. Im OGS-Gebäude wird in einem dann ehemaligen Gruppenraum eine Küchenzeile mit Spülmaschine und Backofen eingerichtet.

Während sich zum nächsten Schuljahr die Situation der Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Millrath deutlich entspannen wird, ist eine Lösung für die Grundschule Willbeck nicht in Sicht. Die OGS platze aus allen Nähten, erklärte Schulleiterin Barbara Arts den Ausschussmitgliedern. Und das schon länger. Das Problem: Auf dem Gelände der Schule an der Ruhrstraße gibt es eigentlich keine Möglichkeit, noch anzubauen. Und auch in der Sandheide wünscht sich die Schulleiterin mehr Plätze für den Offenen Ganztag.

Nicht zuletzt wegen die Flüchtlingskinder, die dort beschult werden, aber keinen Platz in der Nachmittagsbetreuung finden, weil alles ausgebucht ist. Doch gerade für diese Kinder sei es im Hinblick auf die Integration und das Erlernen der deutschen Sprache sehr wichtig, nach dem Unterricht einen Betreuungsplatz zu haben.

Die Botschaft der Erkrather Grundschulleiterinen stieß bei den Politikern auf offene Ohren. Schließlich habe man sich, so der allgemeine Tenor, auch in der Vergangenheit immer für den Offenen Ganztag stark gemacht. Wie die vor allem räumlichen Probleme gelöst werden können, darüber müsse man nun nachdenken. Einige Erkrather Grundschulen jedenfalls haben bereits darüber nachgedacht, dem Beispiel der Grundschule Millrath zu folgen und gleichfalls einen Antrag für den Ausbau für den Offenen Ganztag zu stellen.

Quelle: RP
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