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Erkrath
Radler dürfen bald auf der Straße fahren

Radler dürfen in Erkrath bald auf der Straße fahren
Diese blauen Radwegeschilder wie hier an der Straße Am Kleff werden in Tempo 30-Zonen nach und nach abmontiert. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Die Pflicht, ausgewiesene Radwege zu benutzen, wird in Erkrath in den Tempo-30-Zonen nach und nach aufgehoben. Von Marita Jüngst

Die Stadt Erkrath entfernt nun nach und nach in den Tempo 30-Zonen die blauen Radwegeschilder, die signalisieren, dass Radfahrer an dieser Stelle den Radweg benutzen müssen. Hintergrund dieser stadtweiten Aktion ist das im vergangenen Jahr vom Rat der Stadt Erkrath beschlossene Radverkehrskonzept.

Das Radwegeverkehrskonzept nämlich sieht vor, dass in den Tempo-30-Zonen die Radfahrer nicht mehr die Radwege benutzen, sondern auf der Straße fahren. An den Stellen, an denen die Schilder bereits abmontiert wurden, dürfen laut Heinz-Peter Heffungs, Leiter des Tiefbauamts, die Radwege auch gar nicht mehr genutzt werden. Das sieht die Straßenverkehrsordnung vor.

Auf Antrag der Grünen im Rat der Stadt hat die Verwaltung nun alle geplanten Maßnahmen zur Aufhebung der sogenannten "Radwegebenutzungspflicht" aufgelistet. Die sollen in der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 12. April vorgelegt werden. "Wir setzen diese Maßnahmen nach und nach um", sagte Heffungs. Er hofft, dass am Ende des Jahres alles fertig ist. Es könne sich aber auch noch bis ins nächste Jahr hinein ziehen.

Denn mit dem Abbau der runden blauen Schilder mit Fahrradsymbol allein ist es nicht getan. "Dann ginge es schnell", sagte Heffungs. An anderen Stellen müssen zusätzlich aufgebrachte Radweg-Markierungen entfernt werden. An anderen Stellen sind kleinere bauliche Veränderungen nötig. Außerdem müssen noch Gespräche mit Polizei und Straßenbaulastträgern geführt werden.

So hat beispielsweise die Kreispolizeibehörde Bedenken geäußert, die Benutzungspflicht für den Radweg an der Beckhauser und Sandheider Straße aufzuheben. Hier bestehe laut Stadtverwaltung weiterer Klärungsbedarf. Für den Straßenzug Morper Allee/Bahnstraße/Schlüterstraße läuft derzeit ein Anhörungsverfahren bei der Kreispolizeibehörde. Dort ist geplant, zwischen dem S-Bahnhof Erkrath und der Kreuzung Schlüterstraße/Kreuzstraße die vorgeschriebene Benutzung des linken Radwegs aufzuheben.

Mittelfristig beabsichtigt die Stadt, die Benutzungspflicht entlang des Straßenzugs komplett aufzuheben. Da die Radwege dort jedoch mit Fördermitteln des Landes gebaut wurden, unterliegen sie derzeit teilweise noch einer Bindungsfrist, die die sofortige Aufhebung verhindert.

Auf der Max-Planck-Straße soll in diesem Jahr mit der anstehenden Sanierung der Fahrbahnoberfläche im Bereich des Wohngebiets für beide Fahrtrichtungen ein Schutzstreifen markiert werden. Das Gleiche ist für die Fuhlrottstraße und den Millrather Weg zwischen den Kreuzungen Gerresheimer Landstraße/Millrather Weg und Millrather Weg/Niermannsweg geplant.

Die weiteren Maßnahmen, so die Verwaltung, richten sich nach dem "Maßnahmenkonzept für die Stadt Erkrath - Sofortmaßnahmen" des Radverkehrskonzeptes. Das Maßnahmenbündel, so die Grünen, sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Größe des Gesamtvorhabens stehen.

Quelle: RP
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