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Erkrath
Radler-Sperre: Kaum neu gebaut, schon abgerissen

Erkrath. Die hölzernen Hindernisse auf dem Neanderlandsteig gefallen nicht allen. Sie sollen Unfälle verhindern.

Innerhalb von sechs Tagen ist eine komplett neu errichtete Drängelsperre auf dem Neanderlandsteig in Erkrath zerstört worden - mit brachialer Gewalt und bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen.

Die Sperre aus massiven Holzbalken stand im Eingang zum Wald am Hubbelrather Weg. Sie markiert den Neanderlandsteig, den kreisweiten Wanderweg, der dort weitergeht - und der für Radler eigentlich tabu sein sollte. Deswegen hat die Kreisverwaltung im Frühling dieses Jahres 40 Drängelsperren auf dem Steig errichtet: Sie sollen verhindern, dass gerade Mountainbiker, aber auch Radrennfahrer oder Reiter mit Pferd den Steig sozusagen "in voller Fahrt" nutzen. An der beschriebenen Stelle kommen sich tatsächlich Reiter und Radler ins Gehege, aber anders als vermutet. Der öffentliche Weg, der wieder auf den Steig führt, geht an einer Reitanlage und einem Reitplatz entlang. Radler, die in schneller Fahrt auftauchen, erschrecken die Tiere regelmäßig und bringen damit auch Menschen in Gefahr. "Die Regeln sind eigentlich klar", sagt Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises. "Radler wissen, dass sie da nicht hindurch dürfen, sie haben auf dem Steig nichts verloren." Es gebe inzwischen durchaus Ausweichstrecken gerade für Mountainbiker, sagt sie. Verbotsschilder bringen ihrer Meinung nach nichts: "Wenn selbst die Sperre nicht hilft..." Derzeit zählt die Kreisverwaltung, wie viele Sperren schon beschädigt wurden und wie hoch die Kosten dafür sind.

(gök)
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