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Erkrath
Sandheide braucht "Soziale Stadt"

Erkrath: Sandheide braucht "Soziale Stadt"
Der Kinderchor von St. Franziskus sang am Adventsabend der SPD auf dem Sandheider Markt. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Beim Adventmarkt wurde über Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen. Von Oliver Bruhns

Zum gemütlichen Beisammensein bei Glühwein, Kakao und Bratwurst lud am Freitag der SPD-Ortsverein Hochdahl in den Sandheider Markt. Zur Einstimmung auf Weihnachten las Elke Nußbaum in diesem Jahr eine Geschichte von Hanns Dieter Hüsch vor.

Im Anschluss trug die pensionierte Lehrerin dann die bekannte Schlussrede aus Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" vor. Beileibe keine besinnliche Geschichte, sondern ein Aufschrei für Frieden und Freiheit, für Solidarität unter den Menschen - und somit doch eine sehr zeitgemäße "Weihnachtsgeschichte" in unserer von Krieg, Terroranschlägen, Vertreibung und Flucht geprägten Zeit. Für musikalische Weihnachtsstimmung sorgte im Anschluss der Kinderchor der St. Franziskuskirche Hochdahl.

Eingeladen zum vor drei Jahren erstmals gefeierten Adventsabend hatten Erkraths stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lahnstein und Peter Urban. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die von der Stadt im Sandheider Markt aufgestellte Tanne in diesem Jahr erstmals im Lichterglanz erstrahlt: Peter Urban hat die Lichterkette gestiftet und mit Hilfe der Feuerwehr angebracht.

Doch dem Sandheider Markt fehlt es nicht nur an Weihnachtsbeleuchtung. Neben etwas Gastronomie, einer Fahrschule und dem Second-Hand-Laden des SKFM stehen zahlreiche Ladengeschäfte schon lange leer. Große Hoffnung setzt Peter Urban deshalb in das Projekt "Soziale Stadt", für das ein integriertes Handlungskonzept entwickelt werden soll: "Hier im Sandheider Markt wäre für ein Bürgerbüro und einen Quartiermanager der ideale Standort." Auch für studentisches Wohnen ließe sich etwas machen. Allerdings sei es noch immer schwierig, die vielen Einzel-Eigentümer für solche Ideen zu gewinnen, so Urban.

Rund um den Sandheider Markt leben Menschen aus 18 Nationen zusammen. Durch den Zuzug von Flüchtlingen werde es noch bunter werden. Davon könnte auch die sanierungsbedürftige Grundschule profitieren, hofft Peter Urban. "An der Grundschule wird bereits heute wertvolle Integrationsarbeit geleistet, etwa durch Sprachkurse und Mutter-Kind-Turnen."

Quelle: RP
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