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Erkrath
Satire, Liebe und Intrige im Theater

Erkrath: Satire, Liebe und Intrige im Theater
Spielen in "Liebeslügen oder Treue ist auch keine Lösung" von Bestsellerautorin Ildikó von Kürti: Anke Fiedler, Jasmin Wagner und Sandrine Guiraud. FOTO: O. fantitsch
Erkrath. In Erkrath gibt es wieder Tourneetheater zu sehen, mit vielen bekannten TV-Gesichtern. Karten sind noch in allen Preisklassen zu haben.

In der Stadthalle an der Neanderstraße hat die neue Theatersaison begonnen. Zum Auftakt wurde die Screwball-Komödie "Dinner für Spinner" des Düsseldorfer Regisseurs René Heinersdorff gespielt. Ein von Publikum gefeierter, temperamentvoller Auftakt für die Spielzeit, die in Erkrath noch viel Kurzweiliges, aber auch Nachdenkliches zu bieten hat:

Am Mittwoch, 11. Oktober, 20 Uhr gibt es "Liebeslügen oder Treue ist auch keine Lösung" der Bestsellerautorin Ildikó von Kürti zu sehen. Im Mittelpunkt stehen Hausfrau Julia, Single Nathalie und Ehefrau Birgit, alle in den Dreißigern, die in einer Bar über die Probleme des Da(men)seins und die Frage "Ist Fremdgehen eine Impulskontrollstörung?" diskutieren. Man darf auf ihre Positionen gespannt sein. Es spielen Jasmin Wagner, auch als Sängerin "Blümchen" bekannt, Anke Fiedler und Sandrine Guiraud.

Für Mittwoch, 8. November, ist "Hundewetter" angesagt. In der Komödie mit Marion Kracht ("Diese Drombuschs"), Daniel Morgenroth, Lene Wink und Adisat Semenitsch ist es dann auch schlechtes Wetter, das drei Frauen, deren Leben schicksalhafter kaum sein könnten, in einem Café aufeinandertreffen. Nach ein paar Gläsern Champagner werden die drei schnell zu einer Schicksalsgemeinschaft - mit rasantem Sprachwitz und klugem Humor. Und dann ist da ja auch noch ein spöttischer Kellner, der alle beäugt und Mühe hat, das launige Trio zu bändigen.

Nach derart geballter Frauen-Power wird es, weil es auf Weihnachten zu geht, am 13. Dezember etwas besinnlicher, und zwar mit dem Klassiker "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner. Die Zuschauer erwartet eine muntere Komödie rund um Schein und Sein: Multimillionär Tobler wird beim Inkognito-Aufenthalt in einem Grandhotel mit dem arbeitslosen Fritz Hagedorn verwechselt, was für allerlei Verwirrung sorgt.

Das neue Theater-Jahr beginnt dann am Mittwoch, 17. Januar, mit der Komödie "Der letzte der feurigen Liebhaber" mit Grimme-Preisträger Martin Lindow. In diesem Stück scheint der Endvierziger Barney Silberman alles zu haben, was man für ein glückliches Leben braucht, doch es mangelt an Spannung in seinem Leben. Mehrere verbotene Liebschaften gleichzeitig sollen die Lösung sein. Doch der reichlich linkisch zu Werke gehende Verführer scheitert, allerdings grandios.

Am Mittwoch, 21. Februar, begleitet das Publikum "Arthur und Claire", die beide des Lebens müde geworden sind und jeweils ihren Suizid planen. Als Arthur dann im letzten Moment auf Claire im Nachbarzimmer der Sterbeklinik trifft, verwandelt sich Todessehnsucht am Ende doch noch in Hoffnung und Zweisamkeit. Es spielen Hardy Krüger junior und Eva-Maria Grein von Friedl und zwar "bezaubernd leicht mit Tiefgang", so die Ankündigung.

Die weltweit bekannte und erfolgreiche Satire "Er ist wieder da" nach dem Spiegelbestsellerroman von Timur Vermes macht am Mittwoch, 14. März, Station in Erkrath. In dieser Satire, gespielt vom Westfälischen Landestheater, erwacht Adolf Hitler nach 66 Jahren wieder zum Leben und wird von keinem so richtig ernst genommen und wird letztendlich zum YouTube-Hit - eine Satire über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte.

Zum Saisonende gibt es dann wieder eine Komödie, "Kontakte, viereinhalb Bemühungen - späteres Glück nicht auszuschließen", und zwar am Mittwoch, 18. April. Es spielen Pascal Breuer und Judith Hildebrandt. Zum Inhalt: Er, frisch geschieden, geht auf die Suche nach Liebe im Internet. Es bedarf viereinhalb missglückter Dates voll Humor und Lebensweisheiten, bis er mehr oder weniger zufällig wen, natürlich, die wahre Liebe trifft.

(js)
 
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