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Erkrath
Schützenfest war ein Besuchermagnet

Erkrath: Schützenfest war ein Besuchermagnet
Schützenkönig Dirk Hanten (mit seiner Frau Tina) erhielt viel Beifall für den Schuss, mit dem er die Platte herunterholte. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Erkrath. Die Erkrather freuen sich über viele Gäste und Promis beim Fassanstich. Das diesjährige Schützenfest ist Geschichte. Zeit, ein Resümee zu ziehen.  Von Thomas Peter

Wolfgang Heß, Präses der St. Sebastianus Bruderschaft, ist zufrieden mit den fünf Tagen. Der Zuspruch aus der Bevölkerung sei groß gewesen, die Veranstaltungen immer gut besucht. Das schöne Sommerwetter, vor allem am Freitag, tat sein übriges, um gut gelaunte Menschen zum Festplatz zu locken. Die meist ab Mittag geöffnete kleine Kirmes bildete den Rahmen.

Los ging es am Mittwoch um 17.30 Uhr mit dem Fassanstich zum "Bayrischen Abend". Die Bürgermeisterkandidaten Christoph Schultz (CDU) und Detlef Ehlert (SPD) waren eingeladen, die ersten beiden Altbierfässer um die Wette zu öffnen. "Die Verwaltung begreift sich ja als Dienstleistungsbetrieb", sagte Wolfgang Heß, daher sollten die beiden mal zeigen, was sie als Dienstleister so können. Einen klaren Sieger gab nicht. Ehlert war zwar schneller, hinterließ aber eine "ziemliche Sauerei" - aus Bierspritzern, versteht sich. Zum launigen Abend spielte die Kapelle "Goldene Buam" bayrische Musik.

Ohne Kirmes kein Schützenfest - auf dem Gerberplatz war fünf Tage lang Action angesagt vor allem auf dem Autoscooter. FOTO: Dietrich Janicki

Am Donnerstag war Feiertag. Nach dem Festhochamt in der Kirche St. Johannes der Täufer gab es die traditionelle Fronleichnams-Prozession, bei der eine geweihte Hostie durch die Stadt getragen wird. Christoph Schultz war beeindruckt. "Ich bin evangelisch, daher war das meine erste Prozession" sagte er.

Falls er Bürgermeister wird, war es gewiss nicht seine letzte. Gegen Mittag war der katholische Teil des Tages beendet und der Spaß konnte weitergehen. Lokalpolitiker, Vereinsvorsitzende und Ehrengäste waren zum Prominenten-Schießen eingeladen; nur Detlef Ehlert, der sich als Pazifist bezeichnet, verzichtete darauf, ans Gewehr zu gehen. Den Vogel schoss schließlich Angela Heß ab, die Gattin des Präses und Vorsitzende des Kirchenchors. Am Abend stieg einer der Höhepunkte des Schützenfests: die Rock-Nacht der Jungschützen mit der Düsseldorfer Kult-Band "Der Letzte Schrei".

Das eigentliche Königsschießen folgte dann am Freitagnachmittag. Es war Metzgermeister und Party-Veranstalter Dirk Hanten, der mit seinem letzten Schuss den Holzvogel herunterholte und neuer Schützenkönig wurde. Bevor er jedoch am Samstagabend beim Krönungsball seine Königs-Kette umgehängt bekam, zogen die Schützen mit viel Tamtam durch die Straßen, um vor dem Pfarrhaus die neuen Majestäten zu proklamieren. Als Königin wählte Hanten seine Frau Tina, Prinzen wurden Lucas Nicolay und Vivienne da Silva. Bei den Kleinsten gewannen Christian Heinz und Annika Hoh. Nach dem Schützenball waren viele offenbar so erschöpft, dass am Samstag zunächst nicht viel los war. Vor relativ wenig Publikum schossen die Karnevalisten der Großen Erkrather KG ihre eigenen Prinzen aus. Parallel konnte man für zwei Euro Anmeldegebühr am Preisschießen für Jedermann teilnehmen, was sich die anwesenden Lokalpolitiker nicht nehmen ließen. Am Sonntag klangen die tollen Tage mit einer historischen Fotoausstellung im Festzelt ruhig aus.

Quelle: RP
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