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Erkrath
Sommerfest der Feuerwehr - ein Spektakel

Erkrath: Sommerfest der Feuerwehr - ein Spektakel
Feuerwehr-Gruppenführer Thomas Graf demonstrierte, was passiert, wenn brennendes Fett mit Wasser gelöscht wird. FOTO: stephan köhlen
Erkrath. Es wurde einiges Lehrreiche geboten beim Tag der offenen Tür des Löschzuges Alt-Erkrath, zum Beispiel eine - simulierte - Fettexplosion. Über den Tag stellten sich dann auch rund 1000 Besucher ein. Von Thomas Peter

Seit über 20 Jahren feiert die Feuerwache an der Ludenberger Straße immer an Christi Himmelfahrt ein vorgezogenes Sommerfest. So ist es eine feste Institution geworden, zu der im Laufe des Tages (11 bis 20 Uhr) über 1000 Gäste kommen. Da das Wetter mitspielte, war das Fest auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Neben der volksfesttypischen Bewirtung gab es auch ein lehrreiches Show-Programm und zahlreiche Attraktionen für Kinder.

Das Zentrum der Feierlichkeiten lag im Innenhof, wo es sich hunderte Erkrather an den Biertischen gut gehen ließen. Es gab Currywürste und Putenbrustfilets vom Grill, Krautsalat und selbst gemachte Frucht-Bowlen. Dazu sorgte DJ Thorsten Classe für die richtige Musik. "Ich spiele alles, was Spaß macht und sich gut anhört", erklärte der Feuerwehrmann seinen Mix.

Bürgermeister Christoph Schultz schaute diesmal ohne seine hochschwangere Frau Sina vorbei. Auch seine Stellvertreterin Regina Wedding wurde gesichtet. Wer mit Bier und Bowle noch warten wollte, für den gab es im Haus frische Waffeln und über 40 selbst gebackene Kuchen und Torten. "Unsere Frauen haben so viel gebacken, dass die Bäckereien im Umkreis heute wohl keinen Kuchen mehr verkaufen", schmunzelte Erik Flatau, stellvertretender Zugführer in Alt-Erkrath.

Um 14 und um 16 Uhr wurde es "ernst". Auf der Straße wurde eine Sicherheitszone abgesperrt und ein Gasofen aufgebaut. Simuliert werden sollte eine Fettexplosion, wie sie auch in der heimischen Küche passieren kann. "Fett kann selbstständig anfangen zu brennen, wenn es lange Zeit auf einer heißen Herdplatte steht", moderierte Feuerwehrchef Guido Vogt.

Um das brennende Fett zu löschen, solle man einfach einen Deckel auf das Gefäß legen. "Dazu brauchen Sie noch nicht einmal Handschuhe", erklärte Vogt und Gruppenführer Thomas Graf demonstrierte es. Warum man auf keinen Fall versuchen sollte, mit Wasser zu löschen, wurde anschließend sehr deutlich.

Denn als Thomas Graf mit langem Stab einen Becher Wasser in die Flammen kippte, schoss eine Stichflamme hoch. "Das haben wir auch schon einmal deutlicher gehabt", bemerkte Guido Vogt. Also wurde noch etwas Fett nachgegossen und wieder zum Brennen gebracht. Bei gleicher Menge Wasser gab es beim zweiten Versuch mit mehr Fett eine spektakuläre Feuerexplosion, die fünf Meter in den Himmel schoss und deren Hitze noch bis hinter die Absperrung zu spüren war. "Wenn Ihnen das in der Küche passiert, haben Sie schwerste Verbrennungen und brauchen eine neue Küche", so Vogt.

Auch die Jugendfeuerwehr hatte ihren Auftritt. Sie zeigte eine Angriffsübung mit drei Strahlrohren und einer zu bergenden Person. Das lief von A bis Z vorschriftsmäßig ab wie bei den Großen, mit Anfahrt im Löschfahrzeug, Verlegung des B-Rohrs zum Hydranten und "Wasser Marsch"-Kommandos des Maschinisten. Ab 17 Jahre dürfen die Jugendlichen an echten Feuerwehr-Einsätzen teilnehmen.

Quelle: RP
 
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