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Erkrath
Sonntagsbrunch hilft Menschen in Haiti

Erkrath: Sonntagsbrunch hilft Menschen in Haiti
Bürgermeister Christoph Schultz (l.) war zum ersten Mal beim Spendenessen, diesmal im katholischen Pfarrsaal. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. Der Verein für die Menschen in Haiti unterstützt die Gesundheitsfürsorge und gewährt Mikrokredite. Von Gundel Seibel

Einen außergewöhnlich anspruchsvollen und abwechslungsreichen Sonntagsbrunch bot die Ökumenische Initiative für die Eine Welt Erkrath am Sonntag im katholischen Pfarrsaal an der Kreuzstraße. Kurzfristig musste die Veranstaltung dorthin verlegt werden, weil am vorher geplanten Ort Joachim Neander Haus ein Wasserrohrbruch für Chaos gesorgt hatte.

Von Provisorium jedoch war dann im Pfarrsaal nichts mehr zu spüren. Die zahlreichen Helfer hatten wieder ein Buffet gezaubert, das keine lukullischen Wünsche offen ließ. "Bei uns ist seit Tagen die ganze Familie im Einsatz", sagte der fotografierende Vater Alfried Inger. Die 17-jährige Tochter Lisa hatte zuvor mit Mutter Regina exotische Köstlichkeiten zu Hause vorbereitet. "Mexikanischer Kokosreis mit Schoko-Espresso-Soße" war Lisas Nachtisch-Empfehlung. Für Verzehr und Genuss der Köstlichkeiten sorgte unter anderem Hubert Martina vom katholischen Kirchenvorstand.

"Ich freue mich jedes Jahr darauf", sagte er. Tatsächlich ist dieser über 30-jährige Einsatz des Erkrather Vereins für die Menschen in Haiti etwas Herausragendes. Ingrid Fehrenbacher, die Vereinsvorsitzende, erläutert, welche Projekte aktuell unterstützt werden. Da ist zum einen die gesundheitliche Prävention für Mütter und Kinder in der Gesundheitsvorsorge. Diese Vorsorge sei kontinuierlich, nicht punktuell, und habe sich deshalb als nachhaltig erwiesen, sagt Fehrenbacher. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Gewährung von Mikrokrediten für Kleinunternehmer. Dabei werden die Erkrather beraten von der schweizerischen Entwicklungshelferin Paila Iten, die sich regelmäßig monatelang in Haiti aufhält. Und drittens wird die Vorschule Cesselesse nahe Port au Prince vom Erkrather Förderverein unterstützt. Hilfe für die Ärmsten, die Erkrather sind vorbildliche "Entwicklungshelfer" - und das seit über 30 Jahren. Eine besondere musikalische Attraktion des Spendenessen waren die Soul-Sängerin Carmen Brown, der Hang-Instrument Artist Harry Meschke sowie der Hochdahler Gospelchor der evangelischen Gemeinde unter Leitung von Ben-David Ungermann. Carmen Brown mit portugiesisch-afrikanischen Wurzeln lebt in Erkrath und feiert gerade viele Erfolge auf viel größeren Bühnen. Harry Meschke spielt das Instrument Hang, ein neu konzipiertes Blechinstrument, das an ein Ufo erinnert. Sphärische, melodische Klänge zaubert der Hang-Spieler auf seinem Instrument. Der Hochdahler Gospelchor rundete das musikalische Programm mit Folklore und Gospels fröhlich ab.

Bürgermeister Christoph Schultz war zum ersten Mal bei diesem Ereignis. "Und sicher nicht zum letzten Mal", sagte er. Und der BmU-Chef Bernhard Osterwind kann seine Besuche beim Haiti Frühstück schon gar nicht mehr zählen.

Quelle: RP
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