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Erkrath
Spotlight greift in die große Sketchkiste

Erkrath: Spotlight greift in die große Sketchkiste
Das Theater Spotlight zeigte zum 20-jährigen Bestehen die Komödie "Kidnapping". FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Erkrath. Das Laientheater der Evangelischen Kirchengemeinde feiert das 20-jährige Bestehen. Es gab viel Beifall für die selbst geschrieben Überleitungen. Ein Fingerfood-Dinner schmeckte zudem den Zuschauern. Von Gundel Seibel

Jubel-Veranstaltung und Dinner-Theater namens "Fabulous" im Joachim-Neander-Haus in Erkrath. Der Grund: 20 Jahre Spotlight, das anspruchsvolle Laientheater der Evangelischen Kirchengemeinde.

Also da kann man vom Publikum schon mal erwarten, dass es sich über den blutrünstigen Schottenkönig Macbeth und seine wilde Gemahlin Lady Macbeth, frei nach William Shakespeare, totlacht. Tatsächlich war dieser Weltliteratur-Schnelldurchgangssketch "Shake ...Macbeth" von Heinz Laier Unterhaltung pur. Die Hauptdarsteller Michael Kastner, Alexander Zacharias und Laura Adolphy spielten ihre Rollen von würdevoll über komisch bis selbstironisch mit so viel Einsatzfreude, dass es ein Vergnügen war, ihnen zuzuschauen. Der Hüftschwung-Catwalk-Gang von Alexander Zacharias endete mit spontanem Sonderapplaus.

Das Publikum spielte auch mit: Es durfte nicht nur "Schlachtgetümmel", sondern auch den äußerst wichtigen "Tannenwald" improvisieren. Wurde auch bereitwillig und enthusiastisch erledigt. Der Grund für diese Sondereinsatz-Unterstützung war nicht zuletzt das Vergnügen an einem dreigängigen Fingerfood-Dinner, aufgetischt von StockiesBistro. Das war vielseitig, abwechslungsreich und lecker. Der entspannten Atmosphäre im Theatersaal und der Zuschauer-Unterhaltung diente diese Verköstigungs-Aktion allemal.

Serviert wurden Speisen und Getränke natürlich von der Spotlight-Familie. Den Theater-Charme des Abends machten zu den zahlreichen Sketchen aus 20 Jahre Spotlight-Aufführungen aus, dass die witzigen und ideenreichen Übergänge vom Spotlight-Autorenteam um Michael Kastner, Karola Fritsch und Marcel Gobiet Weng selbst geschrieben wurden. Da mussten die Zuschauer schon genau hinhören, um einordnen zu können, was Theater-Reminiszenz und was "Neuer Witz" war. Die sogenannten Zwischenstücke der Aufführungen der vergangenen Jahre konnten nicht allen Zuschauern bekannt sein. Darum gab es die Moderatorin, die immer wieder Hilfestellung zum Verständnis lieferte. Beim ersten Theaterstück des Abends "Kidnapping" von Christoph Eckert unter der Regie von Alexander Zacharias gab es zudem den "Moralischen Fingerzeig". Das Stück stellte die Frage: Wie können Lebensschicksale durch verantwortliches Handeln des Einzelnen beeinflusst werden. Oder anders: Ist Gleichgültigkeit heilbar?

Seit 20 Jahren leitet Michael Kastner, der als Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde eng verbunden ist, das elfköpfige Laientheater Spotlight. Er ist Motor und Seele der Schauspiel-Truppe. Trotzdem legt er großen Wert darauf, dass alle Entscheidungen demokratisch getroffen werden - von der Auswahl des nächsten Stückes bis zur Besetzung. 26 Theaterstücke hat Spotlight bisher auf die Bretter der Joachim-Neander-Haus Bühne gebracht, vom Krimi über Komödie bis Tragödie. An festliche Veranstaltungen, wie etwa die Theatergala zum 15-jährigen Geburtstag, erinnern sich die zahlreichen Fans noch gerne. Dr. Roland Koschmieder, ehemals Erkraths Orthopäde und seit Jahrzehnten Jazzmusiker in der Tuxedo Jazz Band, sagte zur Spotlight-Aufführung: Toll, vor allem die selbst geschriebenen Übergänge.

Quelle: RP
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