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Erkrath
Städtepartnerschaft von unten

Erkrath. Die Zeit der offiziellen Treffen scheint vorbei, jetzt sind die Bürger dran. Von Marita Jüngst

Die Erkrather Städtepartnerschaften mit Cergy-Pontoise in Frankreich (seit 1981) und mit West Lancashire in Großbritannien (seit1988) sind in die Jahre gekommen. Zumindest auf offizieller Seite passiert nicht mehr all zu viel. Die bisherigen Städtepartnerschaftsspiele haben die Freunde aus dem Ausland bereits eingestellt, Erkrath wird dem Beispiel folgen. Das Konzept sei nicht mehr zeitgemäß, zudem hatten die Städte seit Jahren Schwierigkeiten, genügend Sportler zusammen zu bekommen. Die Franzosen sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Für 2015 hat Cergy-Pontoise erklärt, den Partnerschaftsverein finanziell nicht mehr zu unterstützen.

Damit jedoch soll keinesfalls das Ende der Partnerschaftsverbindungen besiegelt werden. Die Erkrather jedenfalls wollen neue Wege gehen - weg von offiziellen Besuchen, hin zu Treffen und Aktivitäten auf Vereins- oder Verbands-Ebene. Städtepartnerschaft von unten quasi. Die Gelder, die bisher für offizielle Veranstaltungen der Städtepartnerschaften bereitgestellt wurden, könnten künftig als Zuschüsse beispielsweise für Unterbringung und Verpflegung der Gäste verwendet werden. Kontakte und gemeinsame Aktivitäten auf Verein- oder Verbandsebene gibt es schon seit Jahren. Diese Idee, die unter anderem vom Erkrather Frauenchor gelebt wird, soll nun ausgebaut werden.

Für den Herbst möchte die Stadt Erkrath offizielle Vertreter aus West Lancashire nach Erkrath einladen, um neue Vereinbarungen im Rahmen der Städtepartnerschaften zu besprechen. Den Erkrather Politikern jedenfalls gefällt die Idee, wenn sich künftig vor allem die Bürger treffen.

Quelle: RP
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