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Erkrath
Trauer um Udo Kampschulte

Erkrath: Trauer um Udo Kampschulte
FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Andere hätten womöglich längst aufgegeben. Er hat einfach weitergemacht. Dabei war nichts mehr wirklich einfach im Leben von Udo Kampschulte (59). Die Leichtigkeit des Dahinlebens war dem "und dennoch" gewichen, seit er vor Jahren an Krebs erkrankte. Von Sabine Maguire

Nun ist der Vorsitzende des Lokschuppenvereins gestorben und hinterlässt eine riesige Lücke. Man wird ihm nicht mehr zuhören können bei seinen wunderbaren Plaudereien über Eisenbahnen und all die Pläne, die sich auf dem heimischen Wohnzimmertisch bis zuletzt gestapelt haben.

Dabei hätte man es ihm gewünscht, dem Leben mehr Zeit abringen zu können, damit manches davon noch gelingen möge. Eisenbahnlehrpfad, Touristikbroschüre, Lokschuppenprojekte: Vieles werden nun seine Wegbegleiter allein in die Hände nehmen müssen. Manches wird für immer der Traum eines großen Visionärs bleiben, der um sich herum so viel bewegt hat. Noch vor Wochen erzählte er von seinem Traum, im Keller eine Modellbahn aufzubauen.

Man fragt sich, warum er sie nicht schon längst hatte. Darauf gibt es wohl nur eine Antwort: Es gibt immer viel zu tun im Leben eines Macher-Typen, wie Udo Kampschulte einer war. Seine Kreativität kreiste unentwegt um seine Heimatstadt und all das, was es dort noch zu erleben gäbe, wenn sich nur irgendjemand der Sache annehmen würde. Oft lag es nahe, dass er es selbst war, der die Dinge gerne ins Rollen brachte. Nun werden ihn nicht nur seine Frau, seine beiden Kinder und sein Vater Friedrich Kampschulte schmerzlich vermissen.

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