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Erkrath
Unart: Atelier im Ex-Schwimmbad

Erkrath: Unart: Atelier im Ex-Schwimmbad
Die 16 ausstellenden Künstler von Unart im Ex-Pool. FOTO: D. Janicki
Erkrath. "Eine Brücke verbindet. Sie hilft, Zeit zu sparen und Distanzen zu überwinden. Sie ist Versprechen und Risiko zugleich". Mit philosophischen Worten stimmt Peter Köhler die Gäste auf die Kunstausstellung zum Thema "Brücken" ein.

Gut 50 Künstler und geladene Gäste drängten sich zur Vernissage durch die Galerie "GESSKIP". Kunstmanagerin Iris Gess hatte ihre Räumlichkeiten der Kulturinitiative Unterbach kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Besondere: Ein ehemaliges Schwimmbad dient als Atelier und Ausstellungsfläche, daher "KIP" - Kunst im Pool.

"Das Thema Brücken kam aus dem Künstlerkreis", sagt Dagmar Branca, Vorsitzende der Kulturinitiative. Die 16 ausstellenden Künstler sind allesamt Mitglieder der Gruppe "unart". Sie hatten drei Monate Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Herausgekommen ist ein buchstäblich bunter Querschnitt verschiedener Darstellungsformen. Die meisten interpretieren "Brücken" im metaphorischen Sinne, als Überwindung von Distanzen, zum Beispiel zwischen Menschen.

Alison Frisco malt abstrakte Wellen in Blau und Grün, mit einem Quadrat aus Blattgold als ruhendem Pol. Kerstin Grobler begann mit Collagen, in denen Farbflächen überbrückt, wie Menschen zusammengebracht werden. Ruth Kühn-Löwe hat an der Düsseldorfer FAfM studiert und gibt nun selber Kurse. Auch ihre Bilder sind ungegenständlich, Strukturen, immer wieder übermalt, so dass schließlich etwas wie Landschaft hervortritt. "Es geht dem Betrachter und dem Künstler gleich, wenn er in Abstraktem etwas Gegenständliches zu erkennen glaubt", sagt sie.

So anspruchsvoll die Kunst, so locker die Stimmung. Die Gäste hatten eine gute Zeit mit Sekt, Wein und Häppchen vom Buffet.

(tp)
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