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Bargeld als Beute
Unbekannte überfallen Bordell in Erkrath

Erkrath. Drei Männer haben am frühen Montagmorgen einen Club in Erkrath bei Düsseldorf überfallen und dabei Bargeld erbeutet. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Club um ein Bordell.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der Überfall gegen drei Uhr morgens. Demnach stürmten drei Männer in den Club an der Heinrich-Hertz-Straße in Erkrath-Unterfeldhaus. Einer der Maskierten rannte mit einer Schusswaffe auf den Kassenbereich zu. Die Mitarbeiterin hinter dem Tresen flüchtete daraufhin in einen angrenzenden Raum und verschloss die Tür. Das Trio nahm eine Geldbörse samt Bargeld vom Thekenbereich und flüchtete anschließend zu Fuß.

Die Polizei hat folgende Täterbeschreibungen herausgegeben:

  • Der erste Täter soll etwa 35 Jahre alt und augenscheinlich Südländer sein. Er trug eine grauen Steppjacke und eine graue Hose sowie eine graue Basecap mit einem weißen "New York"-Zeichen
  • Der zweite Mann soll ebenfalls etwa 35 Jahre alt und Südländer sein. Er hat schwarze Haare mit lichten Stellen am Hinterkopf und trug einen 3-Tage-Bart. Bekleidet war er mit Jeans und einem Pullover, dessen Kragen auf den Schulterblättern aufliegt.
  • Der dritte Mann soll etwas älter sein, etwa 40 bis 50 Jahre alt, ebenfalls augenscheinlich Südländer. Auch er trug eine Basecap.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Erkrath, Telefon 02104/ 9480-6450, jederzeit entgegen.

"Saunaclub" immer wieder in den Schlagzeilen

Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Club um ein Bordell in Erkrath-Unterfeldhaus handeln. Dort war es vor gut einer Woche bereits zu einer schweren Brandstiftung gekommen: Fünf Autos brannten dort auf einem Parkplatz aus.

Der Sauna-Club war in den vergangenen Jahren immer wieder ins Gerede geraten, weil in ganz Nordrhein-Westfalen sehr auffällig für die Dienstleistungen geworben wird. Sogar in Hamburg tauchten Plakate mit der Aufschrift "100 Girls" auf. 

In Erkrath hatten sich vor Jahren einige Anwohner beschwert, die von der damals geplanten Erweiterung des ehemaligen Büro- und Lagergebäudes nicht begeistert werden.

Anwohner nannten den Club eine "Erotik-Fabrik." Die Stadtverwaltung hatte betont, ein Bordell in einem Gewerbegebiet sei rechtlich zulässig. Es komme nicht auf die Entfernung zu Schulen, Kindergärten oder Privathäusern an. Entscheidend ist, dass das Gebäude im Gewerbe- und nicht im Wohngebiet steht, so die Stadt Erkrath.

(hpaw)
 
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