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Erkrath
Verein will Integrationszentrum in der Sandheide

Erkrath. Der Erkrather Integrationsrat möchte Schuldnerberatung und Jobcenter sowie Sportvereine an einem Platz haben. Von Thomas Peter

Während noch am Integrierten Handlungskonzept (IHK) für die "Soziale Stadt Sandheide" gewerkelt wird, hat der Verein "Integral" einen eigenen Vorstoß gewagt.

Vorstand Pavel Vaysman stellte dem Integrationsrat vor kurzem seine Projektskizze für ein "Familien-, Kinder- und Integrationszentrum" (FKIZ) vor, das Integral gerne in der Sandheide errichten würde. Dieses solle alle Angebote behördlicher und gemeinnütziger Akteure an einem Ort bündeln. Pavel Vaysman referierte, aus der statistischen Erhebung der Planungsgruppe "Stadtbüro" im Vorfeld des Integrierten Handlungskonzepts gehe hervor, dass in der Sandheide ein hoher Migrantenanteil lebe, von denen viele nicht gut integriert seien.

Diejenigen, die Hilfe am nötigsten hätten, würden Beratungsangebote wegen Sprachbarrieren und Berührungsängsten mit deutschen Behörden kaum in Anspruch nehmen. Mit dem FKIZ, das Sozialämter, Migrantenselbsthilfegruppen und freie Träger an einem "Runden Tisch" vernetzen soll, könne man die Hilfsangebote direkt zu den Menschen bringen. Insgesamt würde das FKIZ ein Gebäude oder Räumlichkeiten von etwa 200 Quadratmetern benötigen. Dort sollten Akteure wie Schuldnerberatung, Jobcenter, Sportvereine oder Jugendrat ihre eigenen Sprechstunden bekommen und außerdem gemeinsame Feste aller Migrantengruppen stattfinden.

Die Idee sei nicht neu, die Sahle-Tochter Parea habe solche Gemeindezentren bereits in vielen Städten in Deutschland erfolgreich installiert. Die Mitglieder des Integrationsrates fanden das Konzept prinzipiell gut, bemerkten aber, dass konzentrierte Hilfsangebote bereits im IHK angedacht seien. Das IHK soll im Oktober fertiggestellt werden. Im November entscheidet der Stadtrat über eine Antragstellung zum Förderprojekt "Soziale Stadt".

Peter Urban (SPD) sprach sich dafür aus, abzuwarten, da der Integrationsrat sowieso nur beratende Funktion habe. Auf Antrag von Sandra Ernst (Grüne) wurde beschlossen, dem Stadtrat zu empfehlen, die Idee zu verfolgen. Ob es dort geeignete Räumlichkeiten gibt, wurde nicht geklärt.

Quelle: RP
 
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