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Erkrath
Verwaltung hat jetzt zwei Elektro-Autos

Erkrath: Verwaltung hat jetzt zwei Elektro-Autos
Lena Brümmer, Klimaschutzmanagerin, und Rainer Schwarz (Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit) mit den beiden E-Flitzern an der Tankstelle. FOTO: stephan köhlen
Erkrath. Bis zum Herbst wollen die Stadtwerke die ersten sieben Ladestationen für alle E-Autos im Stadtgebiet installieren. Von Thomas Peter

"Die Erkrather Stadtverwaltung ist Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität", sagt Bürgermeister Christoph Schultz nicht ohne Stolz. Bis zum Herbst wollen die Stadtwerke die ersten sieben Ladestationen für E-Autos im Stadtgebiet installieren, schon jetzt wurden zwei neue Elektrofahrzeuge von der Stadt in Dienst genommen. "In Zeiten der Diesel-Abgas-Skandale hat E-Mobilität eine ganz neue Bedeutung bekommen", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken.

Die beiden Neufahrzeuge, zwei Renault Zoe, sollen vom Immobilienmanagement und vom Geschäftsbereich III genutzt werden. Nach und nach will die Stadt ihren gesamten Fuhrpark auf Elektro umrüsten, der dritte Wagen wird im August geliefert. Schon jetzt fährt die Verwaltung nicht mit Benzin, sondern mit dem klimafreundlicheren Erdgas.

Hintergrund dieser Bemühungen steht das Klimaschutzkonzept, das der Rat 2015 verabschiedet hatte. "Das strategische und politische Ziel der Stadt Erkrath ist die langfristige, nachhaltige Reduzierung von CO2-Emissionen", heißt es in einem Schreiben der Verwaltung. Dazu wurde mit Lena Brümmer eine Klimaschutzmanagerin eingestellt. Schon seit 2012 kaufen und vertreiben die Stadtwerke ausschließlich aus regenerativen Quellen erzeugten Ökostrom. "Es macht keinen Sinn, Elektroautos mit Braunkohlestrom zu betreiben", so Gregor Jeken. Voraussetzung für des Ausbau der E-Mobilität ist eine gute Infrastruktur. Mit sieben Doppel-Ladestationen am Hochdahler Markt, am Neanderbad, bei den Stadtwerken Erkrath sowie in der Gerberstraße, in der Schimmelbuschstraße, am Steinhof und am Niermannsweg werde Erkrath ab Herbst schon gut ausgestattet sein, so Jeken. Die Ladesäulen leisten zwei Mal 22 Kilowatt, das ist sieben Mal mehr Leistung als bei der Steckdose zuhause. Damit kann der Akku in ein bis zwei Stunden vollständig geladen werden. Die Parkplätze sind ausschließlich für E-Fahrzeuge während des Ladevorgangs reserviert. Deshalb stehen die Säulen dort, wo Menschen genau so lange verweilen, etwa im Schwimmbad oder im Einkaufszentrum. Mit jedem Elektroauto wird eine Chipkarte mitgeliefert, mit der man sich berührungsfrei an den Stationen identifizieren und bezahlen kann.

Der Bund fördert den Kauf von Elektroautos mit 5000 Euro bei Privatpersonen und dem halben Kaufpreis bei Kommunen. So musste die Stadt Erkrath für die beiden Fahrzeuge nur je 10.000 Euro bezahlen. "Es wurde auch ein Förderantrag für den Ausbau der Infrastruktur gestellt", erklärt Jeken. Zunächst sollten die sieben Ladestationen mehr als ausreichen, der weitere Ausbau erfolge nach Bedarf. "Warum die Rheinbahn immer noch mit Diesel-Bussen durch die Gegend fährt, ist mir unverständlich", sagt Jeken.

Quelle: RP
 
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