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Erkrath
Volkshochschule geht auf Europa-Tour

Erkrath. Um den Menschen das Thema Europa näher zu bringen und anschaulicher zu machen, bietet die VHS mehrere Reisen an, unter anderem nach Brüssel und nach Straßburg. Die erste Tour jedoch geht zum Bundesverfassungsgericht. Von Marita Jüngst

Drei Tage Straßburg mit Besuch bei Herbert Reul (CDU) im Europäischen Parlament oder eine Stippvisite in Brüssel. Die VHS Erkrath will mit ihren Angeboten in diesem Jahr aber keinesfalls kommerziellen Reiseanbietern Konkurrenz machen. Vielmehr steht bei diesen Kurztrips die geschichtliche und politische Bildung im Vordergrund. "Allerdings muss es auch Spaß machen", sagt Margot Wolf-Heiland.

Die pensionierte Geschichtslehrerin ist die neue Reiseleiterin der Volkshochschule. Die Geschichte ist auch nach ihrem Berufsleben ihr größtes Hobby. Und an dieser Leidenschaft möchte sie andere teilhaben lassen. Ihr Anliegen ist es, das heutige Europa anhand der Geschichte zu erklären. Politische Selbstverständlichkeiten sollen ins Bewusstsein gerückt werden. Und das gehe nur, wenn man zu deren Ursprüngen, also in die Geschichte zurückkehre. Doch nicht nur geistige Kost wartet auf die Mitreisenden. Stadtrundgänge sind ebenso geplant, wie ein Besuch im Café oder in Brüssel in einer Chocolaterie.

Verantwortlich für die Reiseabteilung bei der VHS ist Brigitte Brinkmann. Sie plant die Touren und sucht Anbieter. "Wir wollen, dass die Menschen die Institutionen praktisch erleben können, die unser Leben täglich beeinflussen. Eine solche Teilhabe ist Aufgabe der VHS", sagt Brinkmann. Die erste Tour in diesem Jahr geht am 21. und 22. April zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe. Verbunden damit ist ein Stopp in Speyer mit der Besichtigung des Doms sowie eine Führung durch das Hambacher Schloss. Vom 4. bis 6. Juni steht dann Brüssel mit einem Besuch der EU-Kommission auf dem Reiseplan. Abstecher führen nach Ypern und Leuven. Auch für das zweite Halbjahr hat Brigitte Brinkmann schon Ziele ausgesucht. Am 14. und 15. September, geht es nach Straßburg und zur Maginot-Linie, ein aus einer Linie von Bunkern bestehendes Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Belgien. Am 1. Dezember wird Margot Wolf-Heiland mit einer Gruppe die Frankfurter Börse besuchen. Dort gibt es eine Einführung in den Handel. Vom Börsenparkett geht's anschließend in die Paulskirche. Geplant aber noch nicht ganz sicher ist im Oktober ein Besuch des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. "Die Veranstaltung ist bereits angefragt, ich habe aber noch keine Bestätigung", sagt Brigitte Brinkmann.

Die Fahrten finden alle mit einem Reisebus statt. Übernachtet wird in kleineren Drei-Sterne-Hotels, wahlweise im Doppel- oder Einzelzimmer. Im Reisepreis inbegriffen sind in der Regel Halbpension, Stadtführungen und Eintrittspreise. "Wir versuchen ständig, die Reisen zu optimieren", sagt Brigitte Brinkmann. Und auch flexibel zu sein, um es allen zu ermöglichen, mitzufahren.

Quelle: RP
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