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Erkrath
Von Zwergen, Trollen und Elfen

Erkrath: Von Zwergen, Trollen und Elfen
Das Bläserensemble von Peter Pokroß begrüßte die Gäste zum Adventskonzert der Jugendmusikschule in der Stadthalle. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Mit einem Adventskonzert hat die Jugendmusikschule Erkrath am Sonntag in der Stadthalle die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Geboten wurde ein buntes Programm aus klassischen Kompositionen, vorgetragen von verschiedenen Ensembles und Solisten aller Altersstufen. Von Thomas Peter

Bereits vor Beginn um 17 Uhr stimmte der Bläserkreis unter Peter Mokroß die Gäste im Foyer mit Weihnachtsliedern ein, bis Schulleiter Guido Mallwitz zur Begrüßung zum nicht funktionierenden Mikrofon griff.

"Alle Altersstufen" ist durchaus wörtlich zu nehmen. Den Auftakt machte der Liedergarten von Susanne Rosenstock mit dem Regenlied "Tzadik Katamar". Musikschüler im Alter von zwei bis vier Jahren spielten mit Hilfe ihrer Eltern rhythmisch die Rassel, während sie von Immo Federolf und Johannes Blenke an Gitarre und Saxophon begleitet wurden. "In der musikalischen Früherziehung lernen die Kleinen die grundsätzlichen Parameter der Musik, wie laut und leise, hoch und tief, schnell und langsam", erklärte Guido Mallwitz. Ein paar Jahre weiter ist schon echtes Können vorhanden. Die siebenjährigen Jessica Li und Sarah Bott spielten am Klavier vierhändig Stücke von Janina Garscia und Johann Baptist Vanhal, und schließlich das Weihnachtslied "Kommet ihr Hirten". Über gelegentliche Hakler konnte man bei den Nachwuchstalenten getrost hinwegsehen. Auch Gesang ist ein Ausbildungsfach. Am Klavier begleitet von Nina Hildebrand stimmten vier Mädchen moderne Weihnachtslieder an, während sie rote Nikolausmützen trugen und Kerzen in den Händen hielten. Ebenfalls erst sieben Jahren alt sind die Zwillinge Sophia und Jonas Amelingmeyer, die an Klavier und Trompete Huuck und Bach vortrugen.

Als Guido Mallwitz abermals das Wort ergriff, funktionierte das Mikrofon schließlich. Mallwitz kündigte eine Weltpremiere an: Den "Herbstzauber Nr.1 f-moll" hatte Klarinettenschüler Clemens Peters selbst geschrieben und trug ihn zusammen mit dem Clarinet Art Ensemble vor. Zum krönenden Abschluss kam das gesamte Blasorchester auf die Bühne, "das größte Ensemble unserer Schule", wie Mallwitz bemerkte. Spätestens jetzt war man auf professionellem Niveau angelangt. Das Orchester glänzte mit Schostakovitsch und dem stimmungsvollen "In der Halle des Bergkönigs". Man sah die Elfen, Trolle und Zwerge aus der nordischen Mythologie förmlich vor sich.

Mit dem gemeinsamen Singen von Musikschule und Publikum ("Kling, Glöckchen, klingelingeling") wurden die Gäste in den verbleibenden Adventsabend entlassen.

Singen macht froh. Man sollte viel mehr singen, fand auch die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lahnstein.

Quelle: RP
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