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Erkrath
Wildkräuter kommen auch in fernen Ländern auf den Tisch

Erkrath. Auf Einladung des Projekts "vielfalt. viel wert." im Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes für den Kreis Mettmann gab es für 15 Frauen mit Migrationshintergrund jetzt eine Kräuterwanderung mit dem Naturschutzzentrum Bruchhausen. Bei den Teilnehmerinnen handelte es sich um Sprach- und Integrationslotsinnen aus verschiedenen Herkunftsländern. Sie stehen ehrenamtlich als Sprachlotsen zur Verfügung. Mit dieser Tätigkeit unterstützen sie Einwanderer aus ihren Heimatländern, die geringe oder keine Kenntnisse der deutschen Sprache haben, zum Beispiel bei Behörden oder Arztgängen. Nachdem die Waldpädagogin Astrid Walker im Naturschutzzentrum zunächst eine Einführung in das Thema gegeben hatte, wanderten die Teilnehmerinnen im Umkreis der Einrichtung durch Felder und entlang des Waldrandes. Dort erfuhren sie Wissenswertes, unter anderem über Weißdorn, Löwenzahn, Sauerampfer oder Brennnessel.

Viel Freude kam auf, wenn die Teilnehmerinnen Kräuter entdeckten, die sie auch in ihrer Heimat verwenden. So ist im arabischen Raum die Verwendung von Löwenzahn in Salat oder Fleischgerichten gebräuchlich. Über diese Entdeckung kam es zu einem regen Austausch von Rezepten.

Anschließend erläuterte Astrid Walker den Nutzen diverser Heil- und Gewürzpflanzen im Kräutergarten des Naturschutzzentrums. Danach genossen die Frauen Tee aus frisch gepflückten Minze- und Zitronenmelisse-Blättern. Zum Abschluss erklärte der Vielfalt-Projektbeauftragte der Caritas, Heiko Richartz, wie sich mit einfachen Mitteln aus einer kleinen Holz-Obstkiste ein kostengünstiges Balkonkästchen für Küchenkräuter anfertigen lässt.

Über die von der Caritas spendierten Würzkräuterpflanzen zum Mitnehmen - Rosmarin, Minze und Majoran - freuten sich die Teilnehmerinnen aus Ratingen, Velbert, Wuppertal und Mettmann sehr und äußerten den Wunsch, die Wanderung im Spätsommer zu wiederholen, wenn es der Jahreszeit entsprechend andere Pflanzen und Früchte zu entdecken gilt.

Menschen, die sich für eine Tätigkeit als Sprach- und Integrationslotse interessieren, sind willkommen. Kontakt: Caritasverband für den Kreis Mettmann, Fachdienst für Integration und Migration, Irina Kronberger, Telefon 02102 1004974, E-Mail an die Adresse integrationslotsen@caritas-mettmann.de

Quelle: RP
 
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