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Wimmersberg: Stadt tritt auf die Bremse

Erkrath: Wimmersberg: Stadt tritt auf die Bremse
Über die Zukunft des Gewerbegebiets wird jetzt in den Ratsausschüssen diskutiert. Ein Teil der Eigentümer wünscht sich eine Umwandlung in ein Wohngebiet. FOTO: D. Janicki
Erkrath. Die Stadtverwaltung kann sich prinzipiell mit einem Wandel im Gewerbegebiet anfreunden. Doch so schnell werde das nicht gehen. Es handele sich schließlich um ein aufwendiges Projekt, das umfangreiche Vorplanungen erfordere. Von Marita Jüngst

Wohnungen statt Gewerbe und leerstehender Immobilien. Mit einem Wandel am Wimmersberg kann sich nicht nur ein Teil der Politik, sondern auch die Verwaltung anfreunden. Doch so schnell, wie es die dortigen Grundstückseigentümer und auch die FDP wohl wünschen, wird sich der Wandel nicht vollziehen.

Ende des vergangenen Jahres hatte die FDP ihren Antrag auf ein Planänderungsverfahren gestellt. Jetzt wird der Antrag am Dienstag, 26. Januar, ab 17 Uhr im Ausschuss für Planung , Umwelt und Verkehr beraten. Und die Verwaltung hat dazu eine dreiseitige Vorlage erarbeitet, in der sie beschreibt, warum die Umnutzung der derzeit gewerblichen Flächen ein aufwendiges Projekt werden wird. Es seien intensive Abstimmungs und Vorplanungen notwendig. Erst dann sei die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens möglich und erforderlich.

Folgende Punkte sind nach Meinung der Verwaltung zu klären:

Bebauungsplan Der derzeitige Bebauungsplan ist erst am 18. Dezember 2014 in Kraft getreten. Darin wurden unter anderem neben den Festsetzungen zum Einzelhandel schallschutzrechtliche Regelungen überarbeitet. "Eine Änderung oder Überarbeitung des Bebauungsplanes in wesentlichen Punkten ist aus Gründen des Schadensersatzes innerhalb von sieben Jahren nur möglich, sofern alle Eigentümer eine Überplanung auch mittragen", heißt es in der Vorlage.

Rahmenplanung Geklärt werden muss, ob das Gebiet künftig aus Mischnutzung bestehen - Wohnen und Gewerbe - oder als reines Wohngebiet ausgewiesen werden soll.

Umgang mit gewerblicher Nutzung Nach Angaben der Verwaltung seien derzeit nicht alle Eigentümer bereit, ihre Gewerbeimmobilien aufzugeben. Deshalb müsse überlegt werden, wie mit den länger verbleibenden gewerblichen Nutzern umzugehen sei.

Planstraße Damit ist die mögliche Verlängerung der Hochdahler Straße zwischen Kreuzstraße und Schlüterstraße gemeint. Allerdings wäre ein solches Vorhaben mit hohen Kosten verbunden aufgrund der topografischen Verhältnisse.

Altlasten Innerhalb des Plangebiets sind mehrere Altlastenflächen, die nach Angaben der Stadt noch nicht saniert sind. Geprüft werden muss, aus sich daraus Einschränkungen für die Wohnbebauung ergeben.

Lärmbelastung Schalltechnische Prüfungen müssten zeigen, ob sich das Gebiet wirklich zum Wohnen eigne oder auch eine Mischnutzung möglich wäre. Eine Lärmquelle ist die angrenzende Bahntrasse.

Wettbewerb Aus Sicht der Verwaltung ist die Durchführung eines Wettbewerbsverfahren unabdingbar, um die städtebaulichen Qualitäten zu sichern. Schließlich handele es sich am Wimmersberg um eine wichtige Entwicklungsfläche.

Quelle: RP
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