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Erkrath
Zusammenarbeit zum Wohl der Schüler

Erkrath: Zusammenarbeit zum Wohl der Schüler
Die Schulleiter Claudia Sieker (v.l.), Christof Krügermann und Karin Malzkorn tauschen sich regelmäßig aus. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. Die drei Schulen im Schulzentrum an der Rankestraße in Hochdahl setzen schon seit Jahren auf den gegenseitigen Austausch und die Durchlässigkeit der Schulformen. Nach der zehnten Klasse ist keinesfalls Endstation. Von Marita Jüngst

Zusammenarbeit und Austausch zum Wohl der Schüler, so lässt sich das Anliegen der drei Schulleiter im Schulzentrum Hochdahl kurz zusammenfassen. Seit Jahren schon praktizieren Haupt-, Realschule und Gymnasium den engen Kontakt, der den Schülern unter anderem einen - wenn gewünscht - reibungslosen Wechsel zwischen den Schulformen ermöglicht. Denn mit dem Abschluss der Hauptschule muss die schulische Laufbahn noch längst nicht zu Ende sein. Und nicht jeder, der nach der vierten Klasse aufs Gymnasium wechselt, wird dort auch glücklich.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Anmeldungen für die weiterführenden Schulen stellten die drei Schulleiter, Karin Malzkorn (Hauptschule), Claudia Sieker (Realschule) und Christof Krügermann (Gymnasium) noch einmal die Durchlässigkeit des Systems vor, das an den drei Schule praktiziert wird. Dazu gehören auch Hospitanzen von Schülern, die möglicherweise die Schulform wechseln wollen. "Das geht bei uns ganz unbürokratisch", sagt Krügermann. Der beste Abiturient des letzten Jahrgangs war übrigens nach der zehnten Klasse von der Realschule gekommen.

Jedes Jahr führt das Fach Mathematik einen schulübergreifen Wettbewerb für die Klasse fünf und sechs durch. Gemeinsame Sportturniere stehen ebenfalls regelmäßig auf dem Programm wie auch Treffen der Lehrer aller Schulen. Künftig, so Karin Malzkorn, soll zudem die Zusammenarbeit der Schülervertretungen noch weiter ausgebaut werden.

Bei den nun bevorstehenden Anmeldungen, da sind sich die drei Schulleiter einig, stehe das Wohl der Kinder im Vordergrund. Welche Schule ist für wen die Richtige. "Eltern wollen doch, dass ihr Kind glücklich ist. Es macht doch keinen Sinn, wenn das Kind morgens mit Magenschmerzen zum Unterricht geht, weil es überfordert ist", sagt Karin Malzkorn, die auch immer wieder versucht, dies den Eltern klar zu machen. Sie weiß, dass bei vielen die Hauptschule keinen guten Ruf hat. Doch sie leistet Überzeugungsarbeit, auch mit dem Hinweis darauf, dass an ihrer Schule nicht mehr als 22 Schüler in einer Klasse unterrichtet werden. Und die Überzeugungsarbeit scheint Früchte zu tragen. Immerhin besuchen derzeit 396 Schüler die Carl-Fuhlrott-Schule.

Bestens aufgestellt sehen sich die drei Schulen bei der medialen Ausstattung. "Wir verfügen allein über fünf Computerräume, die alle miteinander vernetzt sind", sagt Christof Krögermann. Selbstverständlich können die Schüler von jedem Platz aus ins Internet.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht auffallen mag: "Wir haben in den vergangenen Jahren Millionen in den Standort investiert", sagt Schuldezernent Ulrich Schwab-Bachmann. Das soll aber nicht das Ende gewesen sein, wie Bürgermeister Christoph Schultz verspricht.

Ab dem 1. Februar gibt es außerdem an der Realschule und dem Gymnasium Verstärkung durch eine Schulsozialarbeiterin, die sich an beiden Schulen um einzelne Schüler kümmern wird, die Unterstützungsbedarf beim Lernen haben. An der Hauptschule gibt es dies bereits.

Was die Schulen noch gemeinsam haben, ist der Ganztagsbetrieb. Daraus resultiert zudem ein erweitertes Angebot, beispielsweise in der 60-minütigen Mittagspause. Dann können die Schüler nicht nur die Mensen besuchen, sondern sich auch sportlich betätigen, an AGs teilnehmen oder sich ganz einfach im Ruheraum ein wenig vom Vormittag erholen.

Quelle: RP
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