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Kerken
125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kerken

Kerken: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kerken
Dieses Gefährt erinnert an längst vergangene Zeiten und zog beim festlichen Marsch zur Feier des 125-jährigen Bestehens die Blicke auf sich. Damals wie heute aber gilt: Die Feuerwehrleute genießen großen Respekt für ihren Dienst. FOTO: seybert
Kerken. Es war ein bewegender Festakt im Festzelt am Slousendyck. Viele Redner machten deutlich, wie wichtig die Freiwilligen Feuerwehren für ihre Gemeinden sind. Die Wehrleute nehmen Belastungen und Gefahren auf sich. Von Herbert van Stephoudt

Feuerwehr-Blau war die klar dominierende Farbe während des Festwochenendes in Kerken. Die Frauen und Männer der Löschzüge Aldekerk, Nieukerk und Winternam, die mit der ganzen Gemeinde und vielen weiteren Gästen das 125-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Kerken feierten, durften spätestens nach dem Festakt am Sonntag im gut gefüllten Festzelt am Slousendyck zufrieden resümieren: Die Anerkennung in der Bevölkerung für ehrenamtliche Arbeit und eine Einsatzbereitschaft während des ganzen Jahres und rund um die Uhr ist groß.

Dem offiziellen Festakt mit zahlreichen prominenten Rednern am Sonntag war ein spannendes und unterhaltsames Programm vorausgegangen. So genossen die Gäste am Freitag das "Größte Spargelessen am Niederrhein", um anschließend von der Düsseldorfer Band "Fischgesichter" unterhalten zu werden. Für Partyfreunde wie geschaffen war auch der Samstagabend mit vielen Schlagerhighlights bei bester Stimmung unter den Gästen. Am Sonntag begann der offizielle Teil des Jubiläums mit einem Sternmarsch zur Eyller Kapelle und einem von Pater Joseph und Pastoralassistent Volker Mengeringhausen zelebrierten Festgottesdienst.

Gleich zu Beginn und während des Festaktes, bei dem Feuerwehren aus dem ganzen Umland ihren Kerkener Freunden zum Jubiläum gratulierten, sorgten Musikvereine, Trommlerkorps und Gesangverein für Stimmung rund um die Glückwünsche und Reden.

Den Reigen der Redner eröffnete Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking, der dem Publikum erläuterte, was die Freiwillige Feuerwehr ausmacht. "Feuerwehr ist ein ganz besonderes Ehrenamt. Es geht weit über regelmäßige Treffen, Übungen und Einsatzzeiten hinaus. Es müssen schnelle und richtige Entscheidungen getroffen werden, bei denen es im Extremfall um die Gesundheit oder sogar um das Leben von Menschen geht." Auch auf die Unterstützung kultureller Veranstaltungen und die Brandschutzerziehung von Kindern wies der Bürgermeister hin. "Ihr seid mitten in unserer Gesellschaft. Wir leben, arbeiten, lachen und feiern mit den Frauen und Männern unserer Feuerwehr. Und deshalb genießt die Wehr unser aller Vertrauen", so Dirk Möcking.

"Das ist Ihr Tag", rief Landrat Wolfgang Spreen den Wehrleuten zu und wünschte den Aktiven, dass sich auch in Zukunft immer wieder Nachfolger für diesen bereits über mehrere Generationen geleisteten Dienst einfinden. "Bei allen bisherigen Umfragen zum Ehrenamt landete die Feuerwehr immer unter den Top-Drei", bemerkte Wolfgang Spreen. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute im Kreis Kleve liege bei 2500 in 83 Ortsgruppen.

Die Glückwünsche der Kirchen übermittelten Karin Latour und Volker Mengeringhausen, die über den mitunter gefährlichen Dienst sprachen. "Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer die Anerkennung ihres Arbeitgebers bekommen und dass Sie immer gesund nach Hause kommen", so Karin Latour.

Den Wandel in gesellschaftlichen Strukturen ließ Wehrleiter Oliver Käfer in seinen geschichtlichen Rückblick einfließen. "Es ist nun einmal so, dass heute Wohnort nicht immer auch Arbeitsort ist. Wir müssen flexibel auf diesen Wandel reagieren", sagte er. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Krings gratulierte er den Löschzügen Aldekerk, Nieukerk und Winternam.

Viel Lob gab es für Johannes Paschmanns, Leiter des Orgateams, das ganze Arbeit geleistet hatte. Bevor die "Kings of Swing" beschwingt zum Dämmerschoppen überleiteten, brachte der Männergesangverein Nieukerk den Stolz der "Blauröcke" gesanglich zum Ausdruck. Ihr Reim "Wir sind das stolze blaue Heer - Kameraden von der Feuerwehr", fand vielfachen Widerhall.

Quelle: RP
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