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Geldern
1,9 Millionen Euro für 43 Jobs

Geldern. Im Kreis läuft das Modellprojekt "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt".

Arbeitslosigkeit, insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit, hat viele Gesichter. Im Kreis Kleve beziehen aktuell mehr als 14 000 erwerbsfähige Menschen Leistungen nach dem SGB II. Darunter sind viele, die länger als vier Jahre Transferleistungen beziehen und trotz aller Anstrengungen nicht in Arbeit vermittelt werden konnten. Das Jobcenter Kreis Kleve wurde nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgewählt, ein Modellprojekt "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" durchzuführen. Mit einem Finanzvolumen von maximal rund 1,9 Millionen Euro werden 43 Arbeitsplätze für einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten gefördert. "Das Modellprojekt bringt Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung und eröffnet ihnen neue Chancen. Dabei geht es auch um das Gefühl, ein Teil des Arbeitsmarktes, ein Teil der aktiven Gesellschaft zu sein", freut sich Landrat Wolfgang Spreen über die Zusage.

Diese soziale Teilhabe steht im Mittelpunkt des neuen Modells, das insbesondere Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Familien im Blick hat. In vielen Bedarfsgemeinschaften leben Kinder, denen aufgrund der Langzeitarbeitslosigkeit nicht vorgelebt werden kann, welche wichtige und sozial bedeutsame Rolle eine berufliche Tätigkeit im Leben spielt. Aus diesem Grund ist ein Sozialer Arbeitsmarkt mit öffentlich geförderter Beschäftigung für Leistungsberechtigte im SGB II, die keine unmittelbare Aussicht auf eine reguläre, ungeförderte Beschäftigung haben und mindestens vier Jahren im Leistungsbezug sind, unerlässlich.

Das Jobcenter Kreis Kleve ruft zum Start des Modellprojekts die Arbeitgeber sowie die Wohlfahrtsverbände im Kreis Kleve auf, kurzfristig ihr Interesse an diesem Projekt zu bekunden. Spreen: "Helfen Sie den Menschen, Autonomie zu entwickeln und ihr Leben zu gestalten. Ermöglichen Sie ihnen eine soziale Teilhabe durch Arbeit." Die geförderten Arbeitsplätze müssten zusätzlich, wettbewerbsneutral und im öffentlichen Interesse liegen. Für die Wochenarbeitszeit von bis zu 30 Stunden müsste wenigstens der Mindestlohn zugrunde gelegt werden. Für die Dauer von maximal 36 Monaten stellt das Bundesministerium nach erfolgreicher Antragstellung einen monatlichen Festbetrag von bis zu 1320 Euro zur Verfügung. Gegebenenfalls übersteigende Lohnbeträge finanzieren die Unternehmer als Eigenanteil. Die Jobcenter unterstützen die soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt durch flankierende Maßnahmen. Interessierten Firmen-Chefs steht Andrea Schwan, Leiterin Jobcenter Kreis Kleve, als Ansprechpartnerin zur Verfügung (Telefon 02821 85-109, E-Mail: andrea.schwan@kreis-kleve.de).

Quelle: RP
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