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Geldern
24 Stunden in den Schlamm stürzen

Geldern: 24 Stunden in den Schlamm stürzen
FOTO: Rob van Eerden
Geldern. Am Wochenende, 28. und 29. Mai, findet wieder der Mud Masters Obstacle Run statt. 15.000 Teilnehmer werden erwartet. Auf die wartet beim Extrem-Event eine ganze neue Herausforderung: der 100-Kilometer-Lauf. Von Sebastian Latzel

Robben durch den Schlamm, Sprung aus vier Metern Höhe in ein Wasserbecken, leichte Stromstöße im Kriechtunnel - Herausforderungen gibt es beim Mud Masters Obstacle Run genug. Doch manchem scheint selbst dieser Nervenkitzel nicht mehr zu reichen. Denn in diesem Jahr kommt bei dem Mega-Event am Flughafen Weeze noch eine extreme Herausforderung dazu. Erstmals gibt es einen 24 Stunden-Lauf. Sage und schreibe 100 Kilometer legen die Sportler dabei auf dem Hindernis-Parcours zurück. Als Staffelteam oder - für die ganz Harten - als Einzelkämpfer.

Das Konzept kommt offenbar an. Denn bei der vierten Auflage des Spektakels rechnen die Veranstalter mit mehr als 15. 000 Teilnehmern. Die nehmen am Samstag und Sonntag den Rundkurs mit den Hindernissen in Angriff. "Wir haben Hindernisse für jeden Geschmack dabei", ist sich Veranstalter André Skwortsow sicher und ergänzt: "Die richtige Mischung macht's, denn die Hindernisse sind entweder herausfordernd, erfordern Teamwork oder es steht einfach der Spaß im Vordergrund." Wer sich für die 18-Kilometer-Strecke entscheidet, muss gleich 40 solcher Stellen passieren. Bei den Distanzen von sechs und zwölf Kilometern sind es immerhin noch 20 beziehungsweise 31 Hindernisse, die die Läufer zu überwinden haben.

Fotos (3): Rob van FOTO: Eerden

Ein neues Hindernis ist die "Execution". Dabei handelt es sich um eine Falltür in vier Meter Höhe. "Wer möchte, kann sich auf die Öffnung stellen, die klappt dann plötzlich auf, der Sportler fällt in das Wasserbecken", erläutert Julian Binn vom Presseteam des Mud Masters. Besonderer Kick der "Execution": Wann sich die Falltür öffnet, weiß niemand genau.

Wenn es hingegen darum geht, hölzerne Steilwände zu überwinden, sind Kraft und Teamwork gefragt - so beispielsweise bei den Hindernissen "Combi Walls", "Powertower", "Muscle up Table" und "Great Walls". "Wir konnten immer wieder beobachten, dass sich gerade an diesen Hindernissen Menschen gegenseitig helfen, die sich überhaupt nicht kennen. Dadurch wird das Gemeinschaftsgefühl unheimlich gestärkt", erzählt Skwortsow.

Seit fast vier Jahren finden die Mud-Masters-Hindernisläufe in Deutschland und den Niederlanden statt. Bei der Organisation lassen sich die Veranstalter, allesamt ausgebildet beim Königlichen Marine-Korps der Niederlande, von echten militärischen Trainings-Parcours inspirieren. Nach einem ersten Rennen in Haarlemmermeer kamen Biddinghuizen und der Airport Weeze als weitere Austragungsorte hinzu.

Für den Airport bedeutet das Mud Masters auch den Einstieg in die Eventsaison. "Dem Flughafen am Niederrhein bringt das Spektakel noch größere Bekanntheit, und auch lokale Betriebe wie Hotels oder Restaurants profitieren von der Großveranstaltung", so Flughafen-Sprecher Holger Terhorst. Es heiße seitens der Lauf-Organisatoren aus den Niederlanden: Gemeinsam bringt man eine ganze Region nach vorne. "Denn es lernen nicht nur viele Teilnehmer und Besucher, darunter einige aus dem Ausland, den Niederrhein kennen, sondern auch Medienberichte oder Videos von der Veranstaltung sorgen für eine breite Öffentlichkeit, meint Terhorst.

Beim Mud Masters Obstacle Run sind Parkplatz und Gelände für Teilnehmer und Besucher an beiden Veranstaltungstagen ab 8 Uhr geöffnet. Das Parken kostet fünf Euro pro Tag, Hinweisschilder weisen den Weg zum Veranstaltungsgelände (Anfahrt über Baaler Straße). Vom Bahnhof Weeze und zurück verkehrt zwischen 8 und 20 Uhr ein Shuttlebus (2,50 Euro pro Fahrt). Die ersten Läufer starten um 9.30 Uhr (Samstag), beziehungsweise um 11.10 Uhr (Sonntag).

Wer noch mitmachen möchte, kann sich über www.mudmasters.de anmelden.

Auch am Wochenende selbst können Sportler noch spontan einsteigen. Gelegenheit dazu gibt es reichlich. Alle 20 Minuten ist ein Start vorgesehen.

Quelle: RP
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