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Straelen
Abschied vom Westernturnier

Straelen: Abschied vom Westernturnier
Bei den Western-Games mussten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben erfüllen. Von den Reitern wurde das Turnier als Einstieg in die Westernreitszene genutzt. FOTO: Markus van Offern
Straelen. Westernreiten ist viel mehr als Cowboys, Lassowerfen und Marlboros. Die Wurzeln dieser komplexen Sportart liegen zwar in der Arbeit der Cowboys, mittlerweile hat sich daraus aber ein anspruchsvoller Reitsport entwickelt, der sich hinter der Dressur und dem Springreiten nicht zu verstecken braucht. Viele Aspekte dieser Sportart konnte man am Samstag und Sonntag in Straelen auf dem Niersbroek 12 bestaunen. Von Eva Onkels

Eigentlich ist der Hof von Patricia Klasen-Theissen und Klaus Theissen eine "Altersresidenz" für Pferde, aber einmal im Jahr verwandelt sich das malerische Gelände in eine Westernranch. Dann heißt es für Teilnehmer aller Altersgruppen und aus großen Teilen von NRW: Willkommen zu den Western Summer Games. Im Trail, Western-Pleasure and Western-Horsemanship konnten Prüfungen absolviert werden.

"Beim Trail geht es darum, einzelne Aufgaben, wie das Öffnen eines Tores, vom Pferd aus zu absolvieren", erläuterte Patricia Klasen-Theissen. Dass diese Aufgabe von Pferd und Reiter einiges fordert, konnte man in den Prüfungen sehen. Beim Western-Pleasure geht es um gleichmäßige Gangarten am losen Zügel. Das bedeutet, dass man das Pferd fast ausschließlich über die Beine steuert. "Natürliche Haltung und Takt stehen hier im Vordergrund", erklärte Klasen-Theissen. Beim Western-Horsemanship ist es der Reiter, der geprüft wird: der richtige Sitz, gute Beinarbeit und die möglichst korrekte Ausführung der sogenannten Patterns : Aufgaben, die erfüllt werden müssen. In allen drei Disziplinen geht es weniger um Geschwindigkeit und Manöver, wie es im Reining mit seinem sogenannten Sliding Stop vorkommen kann, sondern vielmehr um eine besonders gute Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter. So auch in Straelen.

"Im Idealfall wollen wir dem Pferd nur ein Kommando geben, und das Pferd würde dieses Kommando exakt bis zum nächsten Kommando ausführen", so Klasen-Theissen. Dies erfordere von Pferd und Reiter hohe Konzentration. "Das Turnier hier in Straelen wird von vielen auch als Einstieg in die Westernreitszene genutzt", so Klasen-Theissen weiter.

In diesem Jahr gab es zusätzlich zu den Reitprüfungen eine Gehorsamsprüfung für Hunde.

Leider werden die 13. Games auch die Letzten gewesen sein. Aus Zeitgründen, so Klaus Theissen, werde es im nächsten Jahr kein Westernturnier in Straelen mehr geben. Dies hat allerdings keine Bedeutung für die Pferdealtersresidenz. An normalen Tagen ist der Stall ein Ort, an dem alte Pferde ihre letzten Jahre in guter Hand verbringen können. "Gnadenbrothof war gestern - betreutes Wohnen ist heute", so das Motto des Hofes. Derzeit stehen dort 15 Pferde, die ältesten sind um die 30 Jahre alt.

Quelle: RP
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