| 09.17 Uhr

Nächtliche Verfolgungsjagd
Acht Rinder halten Polizei und Feuerwehr auf Trab

Fotos: Rinder traben durch Geldern
Fotos: Rinder traben durch Geldern FOTO: Guido Schulmann
Geldern. In der Nacht zu Samstag sind in Geldern acht Rinder von einer Weide an der Staße "Baersdonk" ausgebrochen und haben die Einsatzkräfte bis zum Morgen auf Trab gehalten. Alle Tiere konnten wieder eingefangen werden. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz.

Gegen 1 Uhr in der Nacht gelangten die sieben Rinder und ein Jungbulle von ihrer Weide ins Freie. Der Weidezaun war an einer Stelle niedergetrampelt. Ob dies durch die Tiere geschah oder sich jemand Unbekanntes an dem Zaun zu schaffen gemacht hatte, ließ sich bislang nicht klären.

Abseits der Weide bahnten sich die Rinder ihren Weg über die umliegenden Straßen und Felder. Die alarmierte Polizei wurde zunächst allerdings nicht fündig. Erst ein Anruf eines Anwohners der Krefelder Straße offenbarte, dass sich die kleine Herde in diesem Bereich aufhalten musste.

Vorsorglich wurde die anliegende Bahnstrecke komplett gesperrt. Für die Suche forderten die Einsatzkräfte zudem einen Polizeihubschrauber an, der die Tiere mit Hilfe einer Wärmebildkamera ausfindig machen und zurück auf die Weide treiben sollte. Die Tiere wurden durch den Lärm des Hubschraubers allerdings nur noch mehr aufgeschreckt und flüchteten panisch.

Daraufhin kam die Feuerwehr zum Einsatz, die mit rund 25 Kräften anrückte. Die Feuerwehrleute bildeten eine Menschenkette und trieben die Rinder behutsam in Richtung eines Bauernhofes. Der ansässige Landwirt war verständigt worden und stellte sein Gelände zur Verfügung. Gegen sieben Uhr am Morgen war das Spektakel schließlich vorbei und die Tiere wieder in Sicherheit. Nun sollen sie im Laufe des Tages mit einem Anhänger zurück auf ihre Weide gebracht werden.

(p-m)
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