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Straelen
Afrikanischen Kindern Schulbesuch ermöglichen

Straelen. Straelener unterstützt Projekt des Hilfswerks Opam in Uganda und Tansania. Herzlichkeit der Menschen bei aller Armut.

Opam ist ein Kunstwort - die Abkürzung für "Opera di Promozione dell'Alfabetizzazione nel Mondo" (Hilfswerk zur Förderung der Alphabetisierung in der Welt). Doch die Hilfe durch Opam ist sehr konkret, etwa auf dem "schwarzen Kontinent". "Physisch bin ich schon hier angekommen, in meinen Gedanken aber noch viel in Afrika", meint Alfons Mays. Der Straelener war bei einer selbst finanzierten Opam-Projektreise. Gemeinsam mit fünf weiteren Opam-Mitgliedern hat er Projekte in Uganda und Tansania besucht. Morgens um 3 Uhr wurde die Gruppe nach 23 Stunden Anreise in Entebbe/Uganda empfangen. Nach kurzer Nachtruhe war die erste Station Kibanga, ein Dorf mitten im Dschungel oder dem, was vom Dschungel übrig ist.

Bananenstauden stehen überall. Die gar nicht süß schmeckenden Kochbananen werden gestampft, gewürzt, in Bananenblätter verpackt, zwei Stunden lang gegart - und fertig ist das Nationalgericht Ugandas: Matoke. Es wird morgens, mittags und abends serviert. Diese für die Teilnehmer etwas ungewohnte Nahrung wurde ausgeglichen durch Früchte von einer Köstlichkeit, die nur die tropische Sonne hervorbringen kann.

Bei den Projekt- und Schulbesuchen war "die Herzlichkeit, die uns entgegengebracht wurde, überwältigend", meint Mays. Sie steht im krassen Gegensatz zu der unglaublichen Armut. Das zum Lebensunterhalt Nötige wird um das Wohnhaus angebaut. Nur wenige Euro können viele Familien pro Monat durch Verkauf von Produkten auf den Märkten dazuverdienen.

An staatlichen Schulen in Uganda und Tansania müssen keine Schulgebühren mehr gezahlt werden, was vor allem auf dem Land zu großen Klassenstärken führt. Das Schüler- Lehrer-Verhältnis ist hier 100:1. Opam hilft durch Finanzierung von Schulmaterial und Gehältern von zusätzlichen Lehrern. Deren Monatsgehalt beträgt zwischen 100 und 150 Euro. Zudem müssen sich die Eltern an den Kosten für den Unterricht beteiligen (offiziell für Schulbücher, Verpflegung, Transport und Schuluniform). Dieses Geld wird aber oft auch für Mobiliar, Hefte und Lehrmaterial verwendet. In den armen Regionen können daher viele Kinder die Schule nicht besuchen. Vor allem Mädchen müssen zurückstehen. Auch haben viele Kinder aufgrund von HIV-Erkrankungen ihre Eltern verloren. Sie müssen arbeiten oder sich - besonders die Mädchen - um jüngere Geschwister kümmern. Opam übernimmt Schülerspenden für Waisenkinder und Kinder aus armen Familien. Kosten pro Kind und Jahr: etwa 150 Euro.

Quelle: RP
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