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Kerken
Aldekerker Helfer von Spenden überwältigt

Kerken. Nach dem RP-Bericht beschenken mehr als 500 Personen die Flüchtlinge in Frankreich. Von Christoph Kellerbach

Norbert Weiler, Andreas Vallen und seine Frau Petra waren Anfang März nach Dünkirchen gefahren und hatten dem dortigen Auffanglager für Flüchtlinge Spenden gebracht. Die Rheinische Post hatte am vergangenen Freitag, einen Tag vor der weiteren Spendensammlung der Bürgervereinigung Kerken, darüber berichtet. "Und was wir dann am Samstag auf dem Parkplatz des Edeka-Centers erlebt haben, war unglaublich", so Petra Vallen.

"Es ging zu wie beim Drive-In: Oftmals vier, fünf Autos hintereinander luden ihre Sachen aus. Wir kamen kaum nach", erinnert sich Andreas Vallen an die Spendenaktion. "Sonst haben wir einen großen und einen kleinen Anhänger, die am Ende der Aktionen gut gefüllt sind. Aber dieses Mal? Dieses Mal haben wir den großen dreimal und den kleinen zweimal komplett voll bekommen und mussten zwischendurch wegfahren zum Leeren."

"Die Leute meinten zum Beispiel: 'Ich wusste, bevor ich den Artikel gelesen habe, gar nicht, dass es solche schlimmen Zustände innerhalb der EU gibt'. Es war sogar eine Familie aus Moers da, die den Text gelesen und deshalb extra Gummistiefel für die Kinder in Dünkirchen gekauft hatte", meinte Andreas Vallen. Er, seine Frau Petra und Norbert Weiler waren begeistert von dem großen Mitgefühl der Leute. Zusätzlich hatten an diesem Tag noch Simone van de Paß sowie die Vorsitzende der BVK, Patricia Gerlings-Hellmans, geholfen. Und als der syrische Flüchtling Adip aus Nieukerk vorbei kam, packte er ebenfalls mit an.

"Zwischen 500 bis 600 Leute waren vor Ort", meint Petra Vallen. "Bei ihren Spenden orientierten sich die Leute oft an dem, was in dem Artikel geschrieben war." So kamen am Ende der Spendenaktion unglaublich viele Decken, Kleidungsstücke, Gummistiefel, Bälle, Schlafsäcke und Zelte zusammen. So viele Dinge sogar, "dass wir planen, schon am 5. April wieder nach Dünkirchen zu fahren, um den Leuten die Spenden schnellstmöglich zu bringen und weil wir einfach nicht die Möglichkeit haben, so viel zu lagern. Die Sachen sollen ja auch nicht irgendwie feucht und gammelig werden."

Wer selbst noch Sachen spenden und diese entweder in Kerken vorbei bringen möchte oder, weil er dies nicht schafft, gerne abgeholt hätte, der kann sich bei Andreas Vallen unter 02833 6137 melden.

Quelle: RP
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