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Kerken
Aldekerks Feuerwehrhaus wird saniert

Kerken. Am Feuerwehrgerätehaus in Aldekerk tut sich was. Für 350.000 Euro wird es komplett saniert und bekommt einigen Zuwachs. Das Gerätehaus war in die Jahre gekommen. Eingeweiht wurde es 1977. Es wurde Zeit für Neuerungen, nicht zuletzt aufgrund des Brandschutz-Bedarfplans.

Ende 2014 erfolgte die Planung, im Herbst sollen die aktuellen Arbeiten abgeschlossen sein. Bauamtsleiter Klaus Arnolds und der Leiter der Feuerwehr Kerken, Oliver Käfer, erklären die wesentlichen Änderungen. Die Fahrzeughalle wird um einen Stellplatz erweitert. Der Anbau fügt sich an die bestehende Halle an, die bisher zwei Tore hatte.

Der Anbau macht auch eine Veränderung der Außenanlage nötig. "Zufahrt und Bürgersteig-Absenkung", nennt Arnolds die entscheidenden Punkte. "Ursprünglich war dort Grünfläche", erklärt Käfer. Eine Erweiterung des Gebäudes war auch deswegen so problemlos möglich, weil der frühere Gartengeräte-Abstellraum des benachbarten Altenheims weichen durfte und Platz für die Umkleiden schaffte. Käfer und Arnolds danken ausdrücklich den Kirchengemeiden für deren Mitwirkung und dem Nachbarn, ohne den die Grenzbebauung nicht möglich gewesen wäre. Für die Gartengeräte des Altenheims wurde ein Ersatzbau errichtet.

Im Inneren des Aldekerker Feuerwehrgerätehauses gibt es zahlreiche Erweiterungen. Männer und Frauen bekommen einen getrennten Bereich, was Duschen, Toiletten und Umkleiden angeht. Aktuell zählt der Löschzug 37 Feuerwehrkameraden, darunter ist auch eine Frau. Das umgebaute Feuerwehrgerätehaus soll zukunftsträchtig sein. "Nach Fertigstellung der Baumaßnahme bietet die neue Räumlichkeit auch möglichem Zuwachs ausreichend Platz", heißt es auf der Internseite der Feuerwehr. Der Leiter der Feuerwehr sieht positiv in die Zukunft. "Die Mitgliederzahlen sind allgemein steigend in Kerken. Wir haben etliche, die aus der Jugendfeuerwehr nachkommen", sagt Käfer. Auch Zugezogenen aus den Neubaugebieten zeigten Interesse an dem Ehrenamt. "Einfach erst einmal an zwei, drei Abenden vorbeischauen und das Thema Feuerwehr erleben", lädt der Leiter der Kerkener Feuerwehr ein. "Wenn es einem gefällt, bleibt man."

Zum sich Kennenlernen gibt es demnächst einen geräumigen Aufenthaltsraum. Und der ist in der Gestaltung wirklich neu. Bisher war der Raum eher eine Mischung aus Werkstatt mit Schreibtischen und Stühlen. Wenn alles fertig ist, dann wird dort ein großer Schulungsraum entstanden sein als Treffpunkt für die Feuerwehrleute, als Besprechungsraum und auch, um Kindergärten und Schulklassen Brandschutzerziehung zu geben.

Einer ist übrigens schon eingezogen, zumindest bildlich. Der Schutzpatron Florian ist auf die weiße Wand gepinselt und wird auch dort bleiben.

(bimo)
 
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