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Rp-Serie Agrobusiness Präsentiert Von Den Sparkassen In Geldern, Straelen Und Goch-Kevelaer-Weeze
Alles für die Würze in der Küche

Rp-Serie Agrobusiness Präsentiert Von Den Sparkassen In Geldern, Straelen Und Goch-Kevelaer-Weeze: Alles für die Würze in der Küche
In einem Folienhaus des Gartenbaubetriebs Rankers in Holt präsentieren Danny (29 Jahre) und Swen Rankers (23 Jahre) Küchenkräuter und zum Teil essbare Zierpflanzen in Bio-Qualität. FOTO: Ostermann
Geldern. Gartenbau und Landwirtschaft stehen im Mittelpunkt der RP-Serie, die sich mit innovativen und kreativen Unternehmen im Gelderland beschäftigt. Heute geht es um den Straelener Gartenbaubetrieb Rankers, der sich auf Kräuter spezialisiert hat. Von Michael Klatt

gelderland Das Auge badet in endlosen Weiten von Grün. Noch mehr Eindrücke aber hat in dem Folienhaus die Nase zu verarbeiten. Eine schier unendliche Vielfalt von Gerüchen strömt auf sie ein. Ausgehend von zigtausend Töpfen, in denen unter anderem Liebstöckel und Basilikum gepflanzt sind, Estragon und Minze, allein diese in mehreren Sorten. Alles, was für die Würze in der Küche sorgt, ist die Spezialität des Straelener Gartenbaubetriebs Rankers.

In dem Unternehmen von Willi und Adele Rankers, das am Schreursweg in Holt ansässig ist, wächst mit den Geschwistern Danny (29) und Swen (23) Rankers die dritte Generation heran. Einst handelte es sich um einen "normalen" Zierpflanzenbetrieb. Bis Norbert Rankers, der Onkel der Geschwister, die Idee hatte, auf Kräuter umzustellen. "Der biologische Gedanke spielte dabei die entscheidende Rolle", erinnert sich der 42-Jährige. Diese Produktionsweise wollte er an Kräutern ausprobieren.

Im Jahr 1997 wurden erste Bio-Stellflächen angelegt. Nach und nach wuchs der Kräuteranteil. "Jetzt ist hier alles bio", umreißt Norbert Rankers den seit fünf Jahren gültigen Status quo auf den insgesamt 1,8 Hektar unter Glas und Folie und 0,6 Hektar Freiland. Bio heißt unter anderem: Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Wobei es laut Rankers am Anfang schwierig war, geeignete Jungpflanzen zu bekommen. Mittlerweile produziert das Unternehmen 90 Prozent der Pflanzen selbst. "Da weiß ich, was mit den Pflanzen passiert ist", sagt Swen Rankers, der Meister ist, während seine Schwester Danny eine Ausbildung zur Agrarbetriebswirtin hinter sich hat.

Wirtschaftlich sei die Umstellung zunächst schwierig gewesen, räumt Norbert Rankers ein. "Außer den Flächen und der Technik war alles neu." Viel Geld musste in die Werbung gesteckt werden, wichtig war auch die Mundpropaganda unter den Gartencentern. Nur dort, im Fachhandel und im Online-Shop olerum.de darf "La'Bio!", die Kräutermarke von Rankers, verkauft werden. Zusätzlich werden Zierpflanzen, zum Teil essbar, unter der Marke "La Bionita" vertrieben, unter anderem auch in Baumärkten. An rund 200 feste Kunden liefert das Unternehmen mittlerweile seine Produkte.

Die werden in drei Betriebsstellen am Schreursweg angebaut. "Alle Betriebssysteme, zum Beispiel für Wasser und Dünger, sind geschlossen", weist Swen Rankers auf einen weiteren Umweltaspekt hin. 25 Mitarbeiter insgesamt sind in den Spitzenzeiten, von März bis Mitte Juni, beschäftigt. "Die Saison wird immer länger, weil die Gartencenter länger vermarkten", weiß Swen Rankers.

Damit das gärtnerische Handeln ökonomisch sinnvoll begleitet wird, ist Klaus Jakobs da. Der 56-Jährige ist bei der Sparkasse der Stadt Straelen der für die Familie Rankers zuständige Kundenberater. "Ich bin Ansprechpartner für alle Finanzfragen", sagt der Fachmann, der darüber hinaus seine Rolle als Partner für das Unternehmen in Großbuchstaben herausstellen möchte. Neben Finanzprodukten allgemein liegt sein Schwerpunkt auf Fördermitteln der landwirtschaftlichen Rentenbank. "Das ist die Förderbank für den Gartenbau", erläutert Jakobs.

Seit Jahrzehnten sind die Sparkasse Straelen und die Firma Rankers verbunden. Kontakt, so Swen Rankers, werde bei großen Investitionen aufgenommen. Regelmäßig findet das Jahresgespräch in Rankers' guter Stube statt. Nicht zuletzt die Nähe vor Ort ermöglicht es dem Kreditinstitut, im Falle eines Falles schnell zu reagieren.

Überzeugt ist Jakobs von dem Angebot bei Rankers. "Vielfalt statt Standard, das macht es interessant." Laut Norbert Rankers wird es arbeitstechnisch immer komplizierter. Doch: "Je mehr Handarbeit nötig ist, desto besser für uns, weil es immer weniger Konkurrenz gibt." Jährlich wird die Produktpalette umgestellt. Neue Kräuter kommen, alte, die vielleicht nicht so nachgefragt wurden, fliegen aus dem Sortiment. Zu den Neuigkeiten bei "La Bionita" zählen in diesem Jahr Gourmet-Kohl, Bio-Lavendel, beide essbar, sowie Tasty Viola, bei der sich die Blüten verzehren lassen. Und bei den Kräutern sind für 2016 zehn Neulinge geplant.

Einem weiteren Umweltgedanken hat sich der Gartenbaubetrieb Rankers verschrieben. Von jedem Topf mit seinen Produkten, der verkauft wird, gehen zwei Cent an "Nature Found". Dabei handelt es sich nach Angaben von Norbert Rankers eine Organisation, die sich unter anderem weltweit um die Aufforstung kümmert.

Quelle: RP
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