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Wachtendonk
Altes Haus in Wankum niedergebrannt

Wachtendonk: Altes Haus in Wankum niedergebrannt
50 Feuerwehrleute aus Wachtendonk, Wankum, Straelen und Herongen waren im Einsatz. Sie konnten das alte Haus jedoch nicht mehr retten, es brannte nieder. FOTO: Schulmann
Wachtendonk. 50 Feuerwehrleute aus Wachtendonk und Straelen an der L 140 im Einsatz. Das Gebäude stand seit zwei Jahren leer. Dichte Rauchschwaden über der Straße. Vollsperrung dauert mehrere Stunden. Brandursache unbekannt. Von Michael Klatt

Andreas Pasch zieht den Hut vor den Feuerwehrleuten. "Die waren unwahrscheinlich schnell. Ich bin vom Feld sofort hierhin gekommen, da waren sie schon da." Zu retten gab es allerdings nichts mehr. Das alte Haus am Naesbrockweg, unmittelbar an der L 140 zwischen Wankum und Herongen, das Pasch gehört, brannte gestern bis auf die Grundmauern nieder.

Um 9.24 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Dichte Rauchschwaden hatten eine vorbeifahrende Autofahrerin auf das Feuer aufmerksam gemacht. 50 Wehrleute aus Wachtendonk, Wankum, Herongen und Straelen rückten aus. Der Hubrettungswagen aus Straelen war mit dabei, und das erst vor zehn Tagen in Dienst gestellte Hilfeleistungs-Löschfahrzeug aus Wachtendonk erlebte seine Einsatz-Premiere.

"Das Haus stand schon in Vollbrand", beschrieb Einsatzleiter Sebastian Kretz die Lage beim Eintreffen. Qualm zog über die Straße und breitete sich in der Gegend aus. Über das Hydrantennetz versorgte sich die Feuerwehr mit Löschwasser.

Schnell bekamen die Feuerwehrleute vom Eigentümer die Information, dass das Haus seit zwei Jahren unbewohnt ist und demzufolge kein Menschenleben gefährdet war. "Das machte die Sache etwas entspannter, so konnten wir uns auf den Außenangriff konzentrieren", so Kretz. Unproblematisch war der Einsatz trotzdem nicht, vor allem wegen der enormen Rauchentwicklung. Die mit Holz verkleideten Räume boten den Flammen reichlich Nahrung. Zudem gibt es nach hinten einige Anbauten, und die Wege waren verwinkelt.

Noch zwei Stunden nach dem Eintreffen der Löschtrupps loderten immer wieder Feuer auf. Vom Dachstuhl eines Anbaus ragte bald nur noch das verkohlte Gerippe empor. Am Vorderhaus stachen zwei Wehrleute mit langen Stangen von der Hubbühne aus permanent gegen die Dachziegel, um sie abzuräumen. "Sonst bilden sich dort immer wieder Glutnester", erklärte der Einsatzleiter die Gefahr. Andere Wehrleute begannen, Mauern mit der Spitzhacke nach und nach abzubrechen.

"Ich kann alles abreißen lassen", erklärte Pasch. Die Schadenshöhe vermochte der Landwirt nicht zu beziffern. Das Gebäude wurde nach seinen Angaben etwa 1880 erbaut und diente lange als Melkerwohnung. 30 Jahre lang war das Haus vermietet. "Die Mieter haben viel Liebe reingesteckt", sagte der Eigentümer. Er zeigte auf den hinteren Teil des Grundstücks, wo unter anderem ein Teich, eine Terrasse und ein Wintergarten angelegt worden waren. Neue Mieter hatte Pasch gefunden. "Die wollten alles sanieren und renovieren."

Über Brandherd und Brandursache ließen sich gestern keine Angaben machen. "Elektrogeräte waren jedenfalls keine mehr drin, der Strom war abgeschaltet", so der Eigentümer. Die L 140 war wegen der Lösch- und Aufräumarbeiten bis gegen 14 Uhr gesperrt.

Quelle: RP
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