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Geldern
Anonyme Spurensicherung: Einführung wird diskutiert

Geldern. Nicht selten sind Frauen, wenn sie (zum Beispiel) durch ihren Partner Gewalt erfahren haben, nicht gleich bereit, ihn anzuzeigen. Würden aber dennoch gerne im Wiederholungsfall auf das frühere Vorkommnis verweisen können. Deshalb gibt es die Methode der "anonymen Spurensicherung", deren Einführung jetzt auch im Kreis Kleve diskutiert wird. Veranstaltungen mit Fachleuten finden in Kleve und Geldern statt.

Einladende sind die Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve. Sie wollen Fragen beantworten wie "Welche notwendigen Faktoren und Umsetzungsschritte sind nötig zur Einführung der anonymen Spurensicherung im Kreis Kleve?" Als Referentin konnte Conny Schulte vom Frauengesundheitszentrum NRW gewonnen werden, sie wird auch die Moderation übernehmen. Die Methode der anonymen Spurensicherung ohne Strafanzeige soll Opfern von sexueller Gewalt kreisweit in Zukunft verbindlich zur Verfügung stehen. Durch eine anonyme Spurensicherung und -lagerung haben die Opfer bis zu zehn Jahre Zeit, eine Anzeige zu erstatten und können trotzdem noch auf die Tatspuren zurückgreifen. Konkrete Fragestellungen werden durch die Referentin aufgegriffen und Lösungsansätze erarbeitet.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das NRW-Gesundheitsministerium und ist kostenfrei. In Kleve findet sie am Dienstag, 18. Oktober, von 15 bis 17 Uhr im Kolpinghaus statt, Termin in Geldern ist am Mittwoch, 2. November, 14.30 bis 17 Uhr an der Villa von Eerde. Anmeldung bei Frauenberatungsstelle Impuls, E-Mail: info@fb-impuls.de.

Quelle: RP
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