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Kerken
Anträge der BVK sorgen für Unmut im Kerkener Rat

Kerken. Die Bürgervereinigung Kerken (BVK) stößt aktuell auf viel Unverständnis bei den anderen Fraktionen. In der vergangenen Ratssitzung wurde der BVK sogar eine "Politik der Verhinderung" vorgeworfen". Grund sind die Anträge der letzten Zeit. Vor allem die geplante Sporthalle in Aldekerk ist ein Dauerbrenner. Allein zu diesem Thema reichte die BVK drei neue Anträge ein.

In einer weiteren Anfrage ging es um den Flächennutzungsplan für die Alsters Kull. Die wird aktuell landwirtschaftlich genutzt, soll aber zu einem Wohnbaugebiet werden. Die BVK findet das problematisch. Ihre Argumentation: Die Alters Kull sei früher eine Mülldeponie gewesen, daher seien Altlasten im Boden zu befürchten. Die BVK stellte dazu einen Katalog mit 18 Fragen auf - zum Beispiel zum Bodengutachten. Bürgermeister Dirk Möcking bat die Fraktion um Verständnis, dass seine Verwaltung die Fragen in der Kürze der Zeit nicht vollständig beantworten konnte. Doch ein Bodengutachten gebe es bereits. Hier liege die Aufgabe allerdings bei der Kreisverwaltung Kleve, nicht bei der Gemeinde selbst. "Ich glaube nicht, dass diese Fragen grundlegend sind, um eine Entscheidung zu treffen", sagte Möcking im Rat. Die Gemeindemitarbeiter würden dadurch zusätzlich belastet, andere Dinge blieben liegen. Themen wie der Breitbandausbau, das Baugebiet in Aldekerk und Bürgeranfragen seien wichtiger.

Von den Bodengutachten habe man nicht gewusst, so die BVK. CDU-Fraktionssprecher Rainer Hufschmidt war sichtlich sauer: "Sie müssen Ihre Hausaufgaben machen und nicht den ganzen Laden aufhalten." Patricia Gerlings-Hellmanns (BVK) fühlt sich als Unruhestifter dargestellt: "Wir wollen mehr Transparenz und informiert werden." Fragen würden nur unvollständig oder gar nicht beantwortet, kritisiert sie. "Deshalb stellen wir alle Fragen jetzt schriftlich." Zwar zeigte die Politikerin Verständnis für die Verwaltung, aber: "Wir wollen uns nicht davon abhalten lassen, weiter Anträge zu stellen."

(see)
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