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Geldern
AOK stellt neue Gesundheitsdaten für den Kreis Kleve vor

Geldern. Der Kreis Kleve ist eine der gesündesten Regionen im Rheinland. Das belegt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK Rheinland/Hamburg. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) hat dem rheinlandweiten Trend entsprechend im ersten Halbjahr zwar zugenommen, liegt mit 5,14 Prozent aber immer noch deutlich unter dem Durchschnittswert des Rheinlandes (5,84 Prozent). Im Vorjahr lag der Krankenstand der rund 33.000 AOK-versicherten Beschäftigten im Kreisgebiet noch bei 4,99 Prozent. Während sich der Anteil der AU-Tage aus Kurzzeiterkrankungen von 3,51 auf 3,83 Prozent erhöhte, sank der Wert bei den Langzeiterkrankungen, die mehr als 42 Tage dauern, von 1,48 im Jahr 2015 auf 1,30 Prozent in 2016.

Im Kreis Kleve haben die Krankheitsfälle in allen Diagnosegruppen zugenommen, allerdings sehr moderat. Der Anteil der Muskel-/Skeletterkrankungen an den AU-Fällen stieg um 1,8 Prozent, die Fälle von Herz-/Kreislauferkrankungen nahmen um 1,1 Prozent zu und psychische Erkrankungen um 1,0 Prozent. Da eine größere Grippewelle ausgeblieben ist, hielt sich auch der Anstieg bei den Atemwegserkrankungen mit 2,6 Prozent in Grenzen. Positiv ist die Entwicklung bei der Dauer von Herz-/Kreislauf- und psychischen Erkrankungen. Im Kleverland werden die Patienten schneller gesund als noch im Vorjahr und sind drei Tage eher wieder an ihrem Arbeitsplatz. Trotzdem gehören seelische Erkrankungen, zusammen mit Arbeitsunfällen, zu den Diagnosegruppen, die die längsten Fehlzeiten verursachen. Im Schnitt bleiben Beschäftigte, wenn sie an einer psychischen Störung erkranken, 26 Tage der Arbeit fern. Ist ein Arbeitsunfall die Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit, fehlen sie 21 Tage.

"Viele Jahre war der Kreis Kleve die gesündeste Region im Rheinland. Jetzt hat Bonn uns den Rang abgelaufen, aber auch der zweitniedrigste Krankenstand ist ein hervorragender Wirtschaftsfaktor für das Kleverland", freut sich AOK-Regionaldirektorin Barbara Nickesen über die insgesamt guten Ergebnisse. "Ein Grund für das gute Abschneiden ist sicherlich der Altersdurchschnitt der AOK-Versicherten im Kreis Kleve, der niedriger ist als in den anderen Bezirken des Rheinlandes. Wir profitieren aber auch von der günstigen Wirtschaftsstruktur des Kreisgebietes, die durch kleine mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe geprägt ist." Die Chefs seien dort noch präsent und kümmerten sich um die Beschäftigten und deren Gesundheit. Viele investierten in Gesundheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz. "Das zahlt sich aus", so die Regionaldirektorin.

Unterstützt werden die Unternehmen bei solchen Maßnahmen vom Institut für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg. Es erstellt anonyme Auswertungen für Betriebe und entwickelt passende Maßnahmen für gesündere Arbeitsplätze.

Mehr Informationen dazu gibt Britta Thielen bei der AOK in Kleve, Telefon 02821 805 534.

Quelle: RP
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