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Serie Die Schönsten Radtouren
Auf der Suche nach den Gänse-Eiern

Geldern. Die Strecke führt die Radler von Kalkar über Louisendorf und Hanselaer zurück in die ehemalige Hansestadt. Von Kilian Treß

Kalkar/Kleve Das niederrheinische Gänse-Ei gilt als regionale kulinarische Spezialität - und das seit Jahrhunderten. Um die Tradition zu wahren, hatte einst die Schutzgemeinschaft "Niederrheinisches Gänse-Ei" die Marke beim Patentamt in München schützen lassen. In Kooperation mit der Stadt Kalkar wurde auch eine Fahrradroute ausgearbeitet, die vorbei an Gänsehöfen- und Gastronomie-Betrieben den Radlern auch die Region der Gänsezucht vorstellt.

Der Verein ist heute zwar nicht mehr aktiv, die Route habe ihren Reiz aber nicht verloren, meint Harald Münzer, Sprecher der Stadt Kalkar. Die Tradition des Gänse-Eis ist auf der etwa 22 Kilometer langen, gleichnamigen Route zu erkunden. Sie verbindet die Gebiete von Kalkar, Bedburg-Hau und Uedem. Louisendorf und Neulouisendorf liegen auf dem Weg.

Los geht es in Kalkar. Dort ist der historische Stadtkern zu bewundern. 1230 gegründet erhielt Kalkar vermutlich 1242 die Stadtrechte. Im Zentrum des historischen Stadtkerns liegt das gotische Rathaus am Markt mit der Gerichtslinde. Dort startet die Tour.

Im Verwaltungsgebäude neben dem historischen Rathaus befindet sich die Touristik-Information der Stadt Kalkar (TIK). Es geht, vorbei an der Marktlinde, auf die Altkalkarer Straße. Dort auf der Höhe des Kommunalfriedhofs lag im rückwärtigen Teil eines klassizistischen Gebäudekomplexes die ehemalige Eierbörse. Über den Behrnenweg führt die Route in Richtung Haus Horst. Von dort aus führt die Strecke weiter über den Horster Weg bis zur Straße Mössekiep und zur Römerstraße. Nach etwa 500 Metern wird sie nach einem Kreisverkehr zur Alten Bahn. Wiederum nach 500 Metern führt die Tour links über die Moyländer Straße nach Südwesten zur Hauptstraße. Sie führt geradewegs auf Louisendorf zu. Das Erscheinungsbild, der Grundriss und die historische Bebauung sind von geschichtlicher Bedeutung. Die preußische Siedlungsanlage pfälzischer Aussiedler, die rund um den Louisenplatz und die Elisabethkirche angelegt ist, entstand 1820 auf Verfügung des Königs Friedrich Wilhelm III. Vorbei an Louisendorf entlang der Hauptstraße nach links auf der B 67 und rechts auf die L 457 geht es nach Neulouisendorf. Rund 300 Bewohner leben in dieser ebenfalls ehemals preußischen Siedlung.

Das Ortsbild bestimmen Einzelhöfe, die von Obstgärten und kleineren Grünlandbereichen umgeben sind und inmitten ausgedehnter Ackerflächen liegen. Ein Kulturdenkmal ist die 1861 vollendete neugotische Kirche mit rechteckigem Chor. Ausgeprägte Weidelandschaften und das fruchtbare Ackerland wechseln sich entlang der Neulouisendorferstraße in Richtung Uedemer- und Römerstraße ab. Dort gibt es im Restaurant und Hotelbetrieb Haus Beckmann die Möglichkeit zur Einkehr. Saisonale Produkte aus der Nachbarschaft werden angeboten. Auf der Route zurück Richtung Kalkar über Baukamp und Xantener Straße geht es vorbei am Hof Schellenberger bis zum Kreisverkehr.

Der Rückweg nach Kalkar über die erste Ausfahrt rechts (L 41) und nach etwa 100 Metern rechts in den Oyweg führt längs eines Gewerbegebiets über eine Brücke. Weiter geht es über die abzweigende Bennepstraße und am Ende in der Ortschaft Hanselaer mit seiner sehenswerten Kirche über die Spickstraße bis zur Rheinstraße (L 41). Sie führt über die Hanselaerstraße über die Grabenstraße zum Kalkarer Rathaus.

Quelle: RP
 
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