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Wachtendonk
Auf einer Reise mit Maria und Josef im Heuhotel Dümpenhof

Wachtendonk. Zum nun schon 15. Mal machen Maria und Josef (in Form einer Holzschnitzerei) sich auf die Suche nach einer Herberge. Ihre Station in Wachtendonk ist - wie in den Jahren zuvor - eine Scheune des Heuhotels Dümpenhof. Dort waren Bänke und Stühle aufgestellt, Kerzen sorgten für eine schöne, warme Beleuchtung.

Um daran zu erinnern welch' beschwerlichen Weg Maria und Josef damals auf sich nehmen mussten, wird an allen vier Adventswochenenden ein ökumenischer Gottesdienst an einer anderen Stelle abgehalten. Durch den Gottesdienst in Wachtendonk führten an diesem Abend die evangelische Pfarrerin Ulrike Stürmlinger und der katholische Pfarrer Werner Jörgens. Musikalisch unterstützt wurden sie von dem Musikverein Lyra 1926.

Die Gastgeberin Elisabeth Mackenschins begrüßte die zahlreichen Gäste und verlas zu Beginn ein Gedicht von Rudolf Otto Wiemer "Sage, wo ist Bethlehem". Im Anschluss daran wurde das Adventslied "Wir sagen Euch an" gesungen. Überhaupt wurde an diesem Abend viel gesungen, denn wer einmal eine länge Strecke gewandert ist, der weiß, dass singen dabei die beste Medizin gegen den Trott und schlechte Laune ist. Auch, wenn die Gäste an diesem Abend nicht wandern mussten und Maria und Josef auch nur aus Holz waren, so hat man doch das Gefühl gehabt, auf einer Reise mit Maria und Josef zu sein. In ihrer Predigt beschrieb Pfarrerin Ulrike Stürmlinger, wie sie das Lied "Oh Heiland reiß die Himmel auf" von Friedrich Spree gerade in unserem heutigen, zeitlichen Kontext sieht. Die vielen Flüchtlinge, die uns in dieser Zeit erreichen, haben einen langen Weg hinter sich. Und so wie Friedrich Spee in seinem Lied den Heiland schon dazu drängelt nun endlich zu kommen, so erhoffen wir uns doch auch dringend eine friedliche Lösung für die vielen Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen.

Maria und Josef haben mit der Geburt von Jesus den Heiland zu uns gebracht. Nach der Predigt wurden die letzten drei Strophen des Liedes "Oh Heiland reiß die Himmel auf" gesungen, und Pfarrer Jörgens sprach mit allen das Vater Unser, Pfarrerin Stürmlinger sprach den Abschlusssegen.

Auf die aufgestellten Kerzen wurde zum Ende noch einmal ein besonderer Fokus gelegt. Denn eine Kerze war das original Friedenslicht aus Xanten. So konnte man an diesen Abend ein Friedenslicht mit nach Hause nehmen und so gemäß dem Motto: "Hoffnung schenken, Frieden finden" das Friedenslicht in die Welt hinaussenden.

(sina)
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