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Geldern
Ausgebüxte Rinder halten Polizei eine Nacht in Atem

Geldern: Ausgebüxte Rinder halten Polizei eine Nacht in Atem
Stundenlang verfolgten Einsatzkräfte die nervösen Tiere. FOTO: Schulmann
Geldern. In der Nacht zu Samstag sind in Geldern acht Rinder von einer Weide an der Straße "Baersdonk" ausgebrochen. Bis zum nächsten Morgen hielt das Vieh Polizei und Feuerwehr auf Trab. Sogar ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz.

Gegen ein Uhr in der Nacht wanderten die sieben Rinder und ein Jungbulle von ihrer Wiese. Der Weidezaun war an einer Stelle niedergetrampelt. Ob das die Tiere waren, oder sich jemand daran zu schaffen gemacht hatte, war zunächst offen. Abseits der Weide bahnten sich die Tiere ihren Weg über umliegende Straßen und Felder.

Die alarmierte Polizei suchte die kleine Herde in dunkler Nacht erst einmal vergebens. Erst ein Anruf eines Anwohners der Krefelder Straße ließ darauf schließen, dass sie sich in diesem Bereich aufhalten musste. Vorsorglich wurde daraufhin die anliegende Bahnstrecke komplett gesperrt. Für die Suche forderten die Einsatzkräfte zudem einen Polizeihubschrauber an, der die Tiere mit Hilfe einer Wärmebildkamera ausfindig machen und zurück auf die Weide treiben sollte. Die Rinder wurden durch den Lärm des Hubschraubers allerdings erst recht aufgeschreckt und flüchteten panisch.

Daraufhin kam die Feuerwehr zum Einsatz, die mit rund 25 Kräften anrückte. Die Wehrleute bildeten eine Menschenkette und trieben die Rinder behutsam in Richtung eines Bauernhofes. Der ansässige Landwirt war verständigt worden und stellte sein Gelände zur Verfügung. Gegen sieben Uhr am Morgen war das Spektakel vorbei und die Tiere in Sicherheit. Gestern sollten sie auf ihre eigene Weide zurückgebracht werden.

(p-m)
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