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Geldern
Austausch mit USA nicht gefährdet

Geldern. Der "Deutsche Fachverband High School" will junge Leute ermutigen, sich durch die politischen Entwicklungen in den USA nicht von Austauschaufenthalten abschrecken zu lassen. An den Visaregularien für deutsche Gastschüler habe sich nichts geändert, betont der Fachverband.

Der Verband ist ein Zusammenschluss von zwölf deutschen Schüleraustausch-Organisationen. Er reagiert mit seinem Vorstoß auf die "innen- und außenpolitischen Signale" des neuen amerikanische Präsidenten Donald Trump. Unter anderem gehören dazu die beiden - jeweils juristisch angefochtenen - Dekrete, die Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern an der Einreise hindern sollten.

"Trump wühlt auf", kommentiert der Verband. Es seien plötzlich große Sorgen um den Schüleraustausch mit den USA aufgekommen. "Manche sahen diese seit vielen Jahrzehnten erfolgreichen Programme bereits in einem Überlebenskampf", so der "Fachverband High School". Solche Ideen seien meist "völlig überzogene Spekulationen und Fehleinschätzungen", urteilt die Organisation. Nichtsdestotrotz seien die Leute verunsichert.

Unabhängig von der Diskussion um Einreisebestimmungen seien die USA noch das mit Abstand beliebteste Ziel für Gastschulaufenthalte deutscher Schüler, betont die Organisation. Laut Zahlen des Beratungsdienstes "Weltweiser" entschieden sich in der Saison 2015/16 über 6200 junge Leute für die USA. Mit weitem Abstand folgen Kanada mit 1720 Teilnehmern, Neuseeland mit 1220, England mit 950 und Australien mit 820. Dazu wählten 86 Prozent der USA-Schüler ein ganzes Schuljahr, während die Dauer in anderen Gastländen meist auf ein halbes Jahr beschränkt bleibe.

Quelle: RP
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